Groß Düngen - Hupende Autos, verwirrte Pendeler, genervte Anwohner – die Sperrung der Bundesstraße 243 in Groß Düngen begann am ersten Tag chaotisch. Der Verkehr kam mitunter komplett zum Erliegen und mehrere Fahrerinnen und Fahrer wendeten aus Platznot auf Privatgrundstücken, um wieder aus dem Ort herauszufahren. Besonders in der anliegenden Hostmannstraße staute sich der Verkehr, da viele die enge Anliegerstraße nutzen wollten, um die neue Baustelle im Kreuzungsbereich zu umfahren.
Am zweiten Tag ist die Lage nun deutlich entspannter. Ein Verkehrschaos blieb trotz Berufsverkehr bislang aus, was der Sprecher der zuständigen Landesbehörde Martin Klose nach der anfänglichen Kritik bereits am Donnerstag voraussagte. Die Situation werde „sich einpendeln“, so Klose – aktuell scheint es, als würde er mit dieser Annahme Recht behalten.
Verwirrung wegen neuer Baken
Doch obwohl die Situation am Freitag deutlich entspannter ist als am Vortag, gibt es in Groß Düngen noch immer einen Grund zur Verwirrung: die Hostmannstraße. Die Anliegerstraße sollte während der Sperrung eigentlich einzig den Bewohnerinnen und Bewohnern von Groß Düngen als Durchgangsstraße vorbehalten sein. Am Freitagmorgen ist sie jedoch mit Baken abgesperrt, sodass unklar ist, ob überhaupt wer hindurchfahren darf.
Einige Verkehrsteilnehmer lassen sich derweil nicht davon stoppen und räumen die Baken in der Hostmannstraße einfach beiseite. Ob sie aus Groß Düngen kommen, ist unklar.
Von Michael Vollmer und Milan Bauseneik
