Kreis Hildesheim - Seit Donnerstag hat die Hildesheimer Kreisverwaltung eine neue Struktur: Es gibt jetzt ein fünftes Dezernat, das für Kinder, Jugend und Familie zuständig ist. Geleitet wird es von Steffen Schwenke. Er hat sich in einem Auswahlverfahren durchgesetzt. Schwenke begann seine Ausbildung 1981 beim Landkreis Hildesheim, zuletzt leitete er das Amt für Familie.
Sein neuer Zuständigkeitsbereich wird aus dem Dezernat 4 ausgegliedert, das künftig noch die Bereiche Soziales und Integration umfasst. Die Stelle des im Juni ausgeschiedenen Sozialdezernenten Benjamin Knollmann wird jetzt nach der Aufteilung seines Dezernates ausgeschrieben. Schwenke leitet es kommissarisch. Auch für den Finanzdezernenten Klaus Rosemann wird demnächst ein Nachfolger gesucht. Er geht im Januar in den Ruhestand. In der vergangenen Woche brachte er im Kreistag seinen letzten Haushalt ein, die Mitglieder verabschiedeten ihn in der Sitzung mit stehendem Beifall. Die beiden übrigen Dezernate werden nach wie vor von der Ersten Kreisrätin Evelin Wißmann (Umwelt, Klimaschutz, Verkehr und Verbraucherschutz) und von Kreisrat Walter Hansen (Bildung, Kultur und Bau) geleitet.
Kreis bekommt Ausgaben für „Hilfen zur Erziehung“ nicht in den Griff
Ein Grund für die Ausgliederung des neuen Dezernates 5 für Kinder, Jugend und Familie: Die Aufgaben in dem Bereich werden immer komplexer und anspruchsvoller, wie die Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung zur neuen Struktur erklärt. So bekommt der Landkreis, wie mehrfach berichtet, zum Beispiel die Millionen-Ausgaben für „Hilfen zur Erziehung“ nicht in den Griff.
Landrat Bernd Lynack zeigt sich zuversichtlich, dass Schwenke die beiden personalstarken Ämter mit ihrem hohen Finanzvolumen sicher durch die nächsten Jahre führen werde. „Mit Steffen Schwenke haben wir einen ausgesprochen engagierten und kompetenten Dezernenten gefunden“, sagt Lynack. „Er genießt nicht nur großes Vertrauen innerhalb der Verwaltung, sondern auch bei den kommunalpolitischen Vertreterinnen und Vertretern. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm in seiner neuen Funktion und damit als Teil des Verwaltungsvorstands.“
