Corona-Impfstoff

Niedersachsen will Johnson & Johnson in Hotspots impfen lassen

Hannover/Peine - Niedersachsen erhält noch in dieser Woche die ersten Impfdosen des US-Herstellers Johnson & Johnson. Sie sollen zunächst in den niedersächsischen Corona-Hotspots eingesetzt werden. Dazu gehören etwa Wolfsburg, Peine und Salzgitter. Hildesheim und Hannover bleiben zunächst außen vor.

Hildesheim und Hannover erhalten zunächst noch keine Impfdosen des US-Herstellers Johnsen & Johnsen. Foto: Chris Gossmann

Hannover/Peine - Niedersachsen erhält noch in dieser Woche eine erste Lieferung von 21.600 Dosen des Johnson & Johnson-Impfstoffs, der in kritischen Hotspots eingesetzt werden soll. Mit den Dosen werde die Impfkampagne etwa in Salzgitter, Wolfsburg sowie den Kreisen Peine und Vechta vorangetrieben, sagte der Leiter des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Staatssekretär Heiger Scholz, am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover.

Die Region Hannover erhält dagegen trotz einer hohen Sieben-Tage-Inzidenz keine zusätzlichen Impfdosen. Trotz der großen Einwohnerzahl lasse sich eine zusätzliche Lieferung an die Region „nicht rechtfertigen“, sagte Scholz. „Die Region Hannover ist bei weitem nicht in der Spitzengruppe.“ In der Region lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag bei 157,8. In Salzgitter und Vechta war der Wert über 300.

EMA gibt grünes Licht für Impfstoff von US-Hersteller

Nachdem die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) nach einer erneuten Überprüfung grünes Licht für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson gegeben hatte, kommt dieser nun zügig zum Einsatz. Insgesamt 232.800 Dosen sollen an die Bundesländer gehen. Johnson & Johnson hatte am Dienstag nach der EMA-Mitteilung erklärt, dass die Markteinführung seines Impfstoffes in Europa fortgesetzt werde.



Vor einer Woche hatten die USA Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson ausgesetzt, nachdem nach etwa sieben Millionen Impfungen mindestens acht Fälle von Thrombosen aufgetreten waren – über das weitere Vorgehen will ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC am Freitag sprechen.

Niedersachsen rechnet laut Scholz für Mai und Juni mit einer Lieferung von insgesamt rund 2,1 Millionen Impfdosen aller Hersteller für die Impfzentren. Dazu kämen die Lieferungen für die Arztpraxen. Dadurch werde sich angespannte Situation „auf Dauer dann doch entschärfen“.

Von Marco Seng

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