Hildesheim - Laut den Zahlen des Landes lag sie bereits seit Tagen über dem Grenzwert, nun ist die Sieben-Tage-Inzidenz des Landkreises Hildesheim auch laut Robert-Koch-Institut über 100 gestiegen. Sie liegt am Samstag bei 116,0 – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu Freitag, an dem die Inzidenz bei 98,6 lag.
Direkte Folgen hat das Überschreiten des Grenzwerts für den Landkreis am Samstag noch nicht. Die neue Bundes-Notbremse, die am Samstag in Kraft tritt, sieht allerdings verpflichtende Maßnahmen vor, wenn die Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Dann müsste sich der Landkreis Hildesheim zur Hochinzidenzkommune erklären, allerdings ist auch dann noch ein Werktag Zeit, bis die Verschärfungen greifen.
Mögliche Folgen frühestens Mittwoch
Selbst wenn die Inzidenz am Samstag, Sonntag und Montag über 100 liegen sollte, könnten Einschränkungen, wie beispielsweise eine nächtliche Ausgangssperre, demnach frühestens am Mittwoch zum Tragen kommen. Neben der Bundes-Notbremse ist am Samstag auch die daran angepasste Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen in Kraft getreten.
Das Robert Koch-Institut weist für den Landkreis am Samstag 320 Corona-Fälle innerhalb der vergangenen sieben Tage aus. Damit stieg die Inzidenz auf 116,0. Laut den Zahlen des Landes Niedersachsen lag der Landkreis bereits seit vergangenem Dienstag über dem Grenzwert von 100, der Landkreis hätte sich am Donnerstag damit erneut zur Hochinzidenzkommune erklären müssen – mit Folgen unter anderem für Kitas und Schulen.
Anweisung des Landes: RKI-Zahlen gelten
Doch das Land wies den Landkreis mit Blick auf die Bundes-Notbremse an, bereits rückwirkend ab Dienstag die Zahlen des RKI geltend zu machen – und damit vor Inkrafttreten der Bundes-Notbremse keine verschärfteren Corona-Regeln zu verkünden.
Unbenommen von den Zahlen des RKI veröffentlich auch der Landkreis Hildesheim weiter seine Corona-Zahlen, die am Samstag im Laufe des Nachmittags erwartet werden. Die Zahlen von Landkreis und RKI können wegen des unterschiedlichen Erhebungszeitpunkts voneinander abweichen.
Zwei Hildesheimer Nachbarn mit Ausgangssperren
In der Region Hannover ist die Inzidenz laut RKI am Samstag weiter gesunken. Nach 149,2 am Donnerstag und 141,6 am Freitag liegt sie nun bei 133,1. Einen Trend in die andere Richtung verzeichnet dagegen der Kreis Peine – dort steigt die Inzidenz erneut: von 159,2 am Freitag auf 170,6 am Samstag. Sowohl in der Region Hannover als auch im Landkreis Peine gibt es erneute Ausgangssperren.
Über dem relevanten Grenzwert von 100 liegt auch der Landkreis Hameln-Pyrmont (107,7), der Landkreis Wolfenbüttel liegt, anders als am Freitag (106,2), am Samstag mit 90,3 wieder darunter, in Salzgitter liegt die Inzidenz bei 269,4.
Der Durchschnittswert für Deutschland ist im Vergleich zum Vortag leicht gestiegen, von 164,0 auf 164,4 – der von Niedersachsen dagegen leicht von 114,2 auf 113,4 gesunken.
