Stadtverwaltung reagiert auf Druck der Politik

Nur noch LED-Beleuchtung bei Laternen: Hildesheim will umrüsten

Hildesheim - Die Hildesheimer Politik fordert seit Jahren, die Stadt soll die Straßenbeleuchtung endlich auf LED-Technik umstellen – um Strom zu sparen und die Umwelt zu schonen. Nun will die Verwaltung dem Wunsch folgen.

Die Stadt Hildesheim will ihre Straßenbeleuchtung bis 2026 komplett auf LED umstellen.Archivfoto: Andreas Hartmann

Hildesheim - Der jahrelange Druck aus der Politik zeigt Wirkung: Die Stadtverwaltung will bei der Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik nun Tempo machen. Diese kommt bislang nur bei rund 2000 der insgesamt etwa 12 000 Lampen zum Einsatz. Der zuständige Fachbereich schlägt dem Rat nun vor, die übrigen 10 000 Straßenlaternen bis 2026 komplett umzurüsten.

Die Kosten beziffert Fachbereichschef Kai-Uwe Hauck in einer Sitzungsvorlage auf 7,8 Millionen Euro, das entsprechende Programm soll im nächsten Jahr starten – vorausgesetzt, der Rat setzt im Haushalt die nötigen Mittel dafür ein. Für 2024 meldet Haucks Fachbereich einen Bedarf von 2,35 Millionen Euro an, für die folgenden beiden Jahre seien dann 2,55 Millionen beziehungsweise 2,9 Millionen Euro erforderlich.

Zuschüsse für neue Laternen – aber nicht für Umrüstungen

Wie die Verwaltung auf die Zahlen kommt, hatte der Tiefbauchef bereits im Mai im Stadtentwicklungsausschuss erläutert. In Hildesheim gibt es viele verschiedene Lampentypen: Bei der einen Hälfte reicht es, die Leuchten auszutauschen, die andere Hälfte muss komplett erneuert werden – wobei die Stadt bei der zweiten Gruppe mit einer Förderung von 25 Prozent rechnet, was insgesamt einen Zuschuss von 1,3 Millionen Euro bedeuten würde.

Durch die Umrüstung erwartet die Verwaltung bei den Stromkosten eine Ersparnis von jährlich 1,15 Millionen Euro. Deshalb lohne es sich, das Programm zügig umzusetzen, betont man im Rathaus. Mit der LED-Technik werde zudem der Kohlendioxid-Ausstoß reduziert. Die Entscheidung fällt am 26. Juni der Rat. Die Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und der PARTEI werde den Vorschlag mittragen, sagte SPD-Fraktionschef Stephan Lenz am Montag der HAZ. „Wir müssen endlich vorankommen“, findet auch CDU-Fraktionsvorsitzender Dennis Münter.

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