Gesammelte Spenden

Sanierung des Hildesheimer Bismarckturms startet – und schon bald soll hier Richtfest sein

Hildesheim - Der Förderverein zum Erhalt und zur Sanierung des 120 Jahre alten Bismarckturms am Galgenberg hat es geschafft: Das Geld für den ersten Bauabschnitt zum Wiederaufbau des Turms ist zusammen. Bald soll der marode Turm wieder Aussichtspunkt sein.

Der Bismarckturm ist bereits umzäunt und steht kurz vor der Sanierung. Foto: Kathi Flau

Hildesheim - Nach langer Planungszeit soll es nun losgehen: Der Bismarckturm auf dem Galgenberg ist eingerüstet, der Startschuss zur ersten Phase der Sanierung gefallen. Ab Mittwoch wird das Areal zur Baustelle. Gut 100.000 Euro hat der speziell für die Erhaltung und Sanierung des über 100 Jahre alten Turms gegründete Förderverein inzwischen gesammelt. Er stemmt die Finanzierung allein. Damit der alte, inzwischen marode Turm wieder für die Hildesheimerinnen und Hildesheimer geöffnet werden kann, müssen gut 250.000 Euro in seinen Wiederaufbau investiert werden.

Drei bis vier Monate sollen die Arbeiten des ersten Bauabschnitts dauern. Bereits Anfang Dezember soll Richtfest gefeiert werden. Dann soll es in den zweiten Bauabschnitt gehen, immer vorausgesetzt, das Geld dafür ist bis dahin eingenommen ist. „Wir wollen die Arbeiten bis Ende 2026 abschließen“, sagt Enzo Calvanico, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, „das schaffen wir, wenn die Bürger ihr Portemonnaie öffnen.“ Lange Verzögerungen sind seine Sache nicht. „Wenn wir das jetzt anfangen, dann muss es zügig vorangehen, dann wollen wir fertig werden.“

Auch die Stadt ist mit im Boot

Umgesetzt werden von diesem Geld zunächst grundlegende Maßnahmen wie die Sanierung der Zwischendecken, die Restaurierung der Steinstufen sowie der Wendeltreppe, ausreichende Beleuchtung und der Schutz des Aufgangs zur Aussichtsplattform – wenn es bislang regnete, dann regnete es an dieser Stelle direkt in den Turm hinein. Die Grundkosten der Wiederherstellung belaufen sich laut Bauingenieur Heiko Kollien auf rund 220.000 Euro. Enthalten sind in der Kalkulation noch keine Schönheitsreparaturen oder zusätzliche Ausstattungen des Turms wie etwa Infotafeln. Das könne später noch kommen, sind sich Förderverein und Stadt einig.

Denn auch die Stadt ist mit im Boot – wenn auch nicht unmittelbar finanziell beteiligt, wie Stadtbaurätin Andrea Döring seit Beginn des Projekts mehrfach betonte: „Wir müssen uns im Augenblick auf Vorhaben wie Schulen und Kitas konzentrieren.“ Für die Sanierung des historischen Turms sei derzeit schlicht kein Geld in den Kassen. „Deshalb sind wir froh, dass sich der Förderverein hier so stark engagiert.“

Interessierte können Stufen im Turm „kaufen“

Für eine Spende von 500 Euro können Bürgerinnen und Bürger weiterhin eine der Stufen im Turm kaufen. „Mehr als 30 Stufen sind bereits verkauft“, sagt Calvanico, „insgesamt gibt es 100 Stufen.“ Wer spenden oder gleich eine der Stufen „kaufen“ möchte, der kann sich an den Förderverein Bismarckturm Hildesheim wenden oder direkt das Spendenkonto nutzen. Der Fortschritt des Projekts wird öffentlich erstmals am Sonntag, 7. Dezember, beim Richtfest zu sehen sein.

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