Hildesheim - Rund 220.000 Euro wird die Sanierung des maroden Bismarckturms auf dem Galgenberg, der 2020 gesperrt wurde, voraussichtlich kosten. Noch hat der Förderverein die Summe nicht zusammen, sagt der Vorsitzende Tom Bodenbach. Das Geld reicht aber aus, um mit den ersten Bauarbeiten starten können. Zu Beginn soll der Bismarckturm wieder ein Dach erhalten, „weil hereinfallender Dreck und eindringende Feuchtigkeit den Verfall noch befeuern“, erklärt Bodenbach. Allein für dieses Projekt, schätzt er, werden rund 30.000 Euro fällig. Er hofft, dass die Arbeiten im April beginnen können.
Genau ließe sich das nicht vorhersagen, denn die Stadt schreibt die einzelnen Baumaßnahmen Schritt für Schritt aus und beauftragt dann Firmen. Ausgeschrieben werden die Bauarbeiten erst dann, wenn der Förderverein das dafür benötigte Geld zusammenhat, erklärt Bodenbach. Der Verein kann aber auf weitere Fördermittel hoffen – dafür hat der Ortsrat Marienburger Höhe/Galgenberg am Dienstagabend die rechtlichen Weichen gestellt. Die Politiker mussten hierfür den Förderverein formal mit der Sanierung beauftragen, was einstimmig geschah.
Fest zum 100. Geburtstag geplant
Zudem plant der Verein für Samstag, 26. April, ein Fest anlässlich der Einweihung des Bismarckturms vor 100 Jahren. Bodenbach hofft, an diesem Tag weitere Spenden zu bekommen. „Super wäre es natürlich, wenn man dann schon erste bauliche Fortschritte sieht“. Geld soll auch über die einzelnen Stufen des Turms gesammelt werden, die Interessierte für 500 Euro kaufen können. Mit einem Namensschild können sich Privatpersonen oder auch Firmen auf der Stufe verewigen lassen. 15 von rund 100 Stufen seien schon reserviert, so Bodenbach. „Ein Ehepaar möchte sich das zum Beispiel selbst zur Silberhochzeit schenken.“ Allerdings merke auch der Förderverein die schwierige wirtschaftliche Lage, das Geld sitze bei vielen nicht mehr so locker.
Auch zusätzliche personelle Unterstützung sei willkommen, der Tod des ehemaligen Hildesheimer Stadtbaurats Thomas Kulenkampff im Oktober habe auch im Förderverein eine große Lücke gerissen. Der ehrenamtliche Vorstand bemüht sich nun, seine Aufgaben an andere Freiwillige zu verteilen – auch wenn ihn ganz klar niemand ersetzen könne, betont Bodenbach.
Fertigstellung 2026?
Ziel des Vereins ist es, dass der Bismarckturm 2026 fertiggestellt und damit wieder zu einem beliebten Ausflugsziel wird. Ob das aber gelingt, hängt nicht nur von Firmen ab, sondern auch von der Finanzierung der einzelnen Baumaßnahmen. „Natürlich wollen wir so schnell wie möglich fertig sein“, sagt CDU-Politiker Vincenzo Calvanico, der wie Bodenbach dem Förderverein vorsteht.


