Hildesheim - Es klingt eher wie ein verlockendes Angebot an Hauseigentümer – und weniger wie eine städtische Maßnahme: Die Sanierung von fünf Häuserfassaden im Quartier Bernwardstraße/Angoulêmeplatz kann aus Töpfen der Verwaltung gefördert werden. „Möglich wird das, weil sich die Stadt Hildesheim erfolgreich um Fördergelder des Bundesprogramms Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren beworben hat“, teilt deren Sprecher Helge Miethe mit.
Und weil sie sich speziell für die Aufwertung des Bernward-Quartiers beworben hat, ist das Geld nun auch an dieses Areal gebunden – und kann zum Beispiel nicht für die Sanierung von Häusern in anderen Vierteln eingesetzt werden, auch wenn die Häuser es dort ebenso nötig hätten.
Wie hoch die Fördersumme ist, hängt vom Projekt ab
Was Eckhard Homeister, als Wirtschaftsförderer der Stadt gemeinsam mit seiner Kollegin Wiebke Wrede-Olberg schon lange in dem Viertel engagiert, allerdings derzeit noch nicht genau umreißen kann, ist der finanzielle Betrag, der für die Bezuschussung der Sanierung einer einzelnen Fassade im Raum steht. Das liege zum einen daran, dass die von der Stadt festgelegten Richtlinien vom Fördergeber noch nicht endgültig bestätigt seien, so Homeister.
„Und zum anderen muss man natürlich auch auf das individuelle Projekt schauen und anhand dessen herausarbeiten, was genau innerhalb dieser Richtlinien dann gefördert werden kann.“ Aber, so viel könne er sagen: „10 000 Euro sind da für eine Sanierung auf jeden Fall drin. Die Summe kann auch deutlich drüber liegen.“
Das Haus muss gut sichtbar sein, von allen Passanten
Und wie muss das Haus beziehungsweise dessen Fassade beschaffen sein, um für eine Förderung in Frage zu kommen? Wichtig ist dafür unter anderem die sogenannte „Wahrnehmbarkeit der Fassaden von öffentlichen Verkehrsflächen, insbesondere der Fußgängerzone aus“ – das heißt, das Haus muss schon auch für diejenigen gut sichtbar sein, die nur daran vorbeigehen und nicht bloß für die, die darin wohnen. In einem Hinterhof sollte es also eher nicht liegen, sondern möglichst da stehen, wo es eine hohe Frequenz an Publikum gibt, die es sehen kann.
Denn nur dann, und das ist laut Homeister der letztendliche Zweck der Förderung, profitiert am Schluss nicht nur Einzelner, sondern das ganze Viertel. „Auch wenn es sich tatsächlich so anhört, als sei es eine super Gelegenheit, kostengünstig das eigene Haus zu sanieren“, sagt er. Doch eben nicht nur: Die visuelle Aufwertung der Fassaden, so heißt es seitens der Stadt, soll das Quartier attraktiver gestalten.
Die Stadt braucht konkrete Angaben und Zeichnungen
Wer sich bewerben will, kann das bis zum August 2025 tun. Mitbringen muss er nicht nur sehr genaue Vorstellungen von der Sanierung seiner Fassade, sagt Homeister. „Wir brauchen schon einige sehr konkrete Angaben.“ Dazu gehören etwa Angaben zur Fläche des Hauses beziehungsweise der Fassade, eine Beschreibung der beabsichtigten handwerklichen Maßnahmen, eine Visualisierung des angestrebten Ergebnisses – und mindestens zwei Kostenvoranschläge von potenziell ausführenden Firmen. „Anhand dieser Unterlagen wollen wir dann gemeinsam mit den Eigentümern über die einzelnen Projekte in Gespräche kommen und schauen, was möglich ist“, so der Wirtschaftsförderer.
Interessierte können sich ab sofort an Eckhard Homeister wenden: Stadt Hildesheim, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Telefon 05121 301-1511.
