Gesperrte Dammstraße

Schleichweg für gesperrte Dammstraße? So will die Stadt Hildesheim das verhindern

Hildesheim - Voraussichtlich in zwei Wochen kann in der Johannisstraße wieder der Verkehr fließen – allerdings bis auf Weiteres anders als vor der Sperrung wegen der Kanalsanierung. Das ist geplant.

Noch ist es verboten, die Johannisstraße in Hildesheim zu nutzen. Denn auch, wenn die Straße fertig aussieht – sie ist es nicht. Foto: Rainer Breda

Hildesheim - Die Fahrbahn ist fertig, die Bürgersteige sind hergestellt. Und so sind in der Johannisstraße neben Fußgängern jetzt auch schon hin und wieder Autos unterwegs. Doch die haben da nichts verloren, betont SEHI-Abteilungsleiter Michael Ködding. Denn noch stünden Restarbeiten aus, deshalb hat die SEHI die Baustelle bisher nicht abgenommen. Das ist nun für Montag, 28. August, vorgesehen. Anschließend kann der Verkehr voraussichtlich wieder fließen, kündigen SEHI und Stadt an.

Allerdings anders als vor den Kanalbauarbeiten, die zur monatelangen Sperrung der Straße - und nebenbei auch zur Entdeckung der historischen Brücke unter der Dammstraße – geführt haben. Denn weil Letztere weiter dicht ist, befürchten die Verwaltung und der Stadtmitte-Ortsrat, die Johannisstraße könnte sich zum Schleichweg entwickeln, auf dem Autofahrer die Dammstraße umgehen. Mit der Folge, dass das Wohngebiet rund den Kalenberger Graben (im Volksmund „Insel) unter dem Verkehr leidet – immerhin geht es um bis zu 4000 zusätzliche Autos täglich.

Am Morgen gilt nachder Freigabe ein Einfahrverbotaus der Dammstraße

Damit die nicht alle auf der Insel landen, hatten die Stadtteilpolitiker vor der Sommerpause erfolgreich um ein Einfuhrverbot aus der Damm- in die Johannisstraße geworben: Es gilt werktags zwischen 6 und 8.30 Uhr und soll den morgendlichen Berufsverkehr fernhalten. Die Schilder würden rechtzeitig aufgestellt, kündigt Rathaussprecher Helge Miethe an. Die Ampel an der Johannisstraße/Dammstraße solle Stand heute nicht in Betrieb genommen werden.

Weiter gesperrt ist der Weg von der Johannisstraße zum Überlaufbecken über den Johannisfriedhof. Zwar sind die meisten Grabmale zurück an ihrem Platz, der Wiederaufbau der Friedhofsmauer steht vor dem Abschluss, der Geh- und Radweg soll in zwei Wochen fertig sein. Doch am Ende muss ein Steinmetz noch das historische Pflaster vor dem Friedhof wieder einsetzen. Das sei sehr aufwendig, berichtet SEHI-Vertreter Ködding. Er kann sich daher nicht festlegen, wann der Friedhof wieder passierbar ist, „aber auf jeden Fall noch im Herbst“. Die Erdhalde auf der Grünfläche zwischen der Innerste und der Johannisstraße werde dort bis auf weiteres bleiben, kündigt Ködding an: Der Boden stammt aus der Dammstraßenbrücke-Baustelle, er soll dort auch wieder zum Einsatz kommen, wenn das Bauwerk zugeschüttet wird.

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