Virtuelles Erlebnis

Schloss Marienburg digital – so sollen sich „Maxton Hall“-Fans informieren

Nordstemmen/Pattensen - Schloss Marienburg bei Nordstemmen ist bis auf Weiteres geschlossen. Als Alternative zu einem Besuch vor Ort gibt es bald einen virtuellen Rundgang über eine App. Er soll spätestens mit der Ausstrahlung der zweiten Staffel der Erfolgsserie „Maxton Hall“ 2025 an den Start gehen.

Filmdreh für sie zweite Staffel von „Maxton Hall“: Die Marienburg bei Hannover ist zurzeit geschlossen. Demnächst gibt es aber eine App mit einem virtuellen Rundgang als Ersatz. Foto: privat

Nordstemmen/Pattensen - Als Filmkulisse der Streaming-Erfolgsserie „Maxton Hall“ und des Kinofilms „Die Schule der magischen Tiere“ hat Schloss Marienburg bei Nordstemmen wiederholt überregional großes Interesse hervorgerufen. Allein, besichtigen kann man das Schloss, das Hannovers König Georg V. um 1860 bauen ließ, derzeit und auch in naher Zukunft nicht. Es ist geschlossen, denn es steht eine wohl umfangreiche Sanierung der Dachkonstruktion an, die vom echten Hausschwamm (das ist ein holzzerstörender Pilz) befallen ist. Jetzt aber zeichnet sich eine Alternative zum Besuch der Marienburg bei Nordstemmen ab.

Wie diese Redaktion erfahren hat, arbeitet die Hannover Marketing und Tourismus GmbH (HMTG) gemeinsam mit der Stadt Pattensen an einem virtuellen Rundgang durch die Marienburg. Das dürfte vor allem die Fans von „Maxton Hall“ freuen, denn die zweite Staffel mit der Marienburg als Kulisse für das Elitecollege soll im Frühjahr 2025 ausgestrahlt werden. Dann soll auch „Marienburg digital“ fertig sein, so der Arbeitstitel.

Ein virtueller Rundgang mit 15 Stationen

Worum geht’s bei diesem Projekt? Die HMTG hat ein virtuelles Konzept entwickelt, das an die bestehende Pattenser Zeitreise-App anknüpft. Diese App, die mit 16 Stationen digital durch die Altstadt von Pattensen führt, wird thematisch um einen virtuellen Besuch von Schloss Marienburg ergänzt. Nutzer und Nutzerinnen dieser App werden mit der Geschichte und der Raumaufteilung der Marienburg vertraut gemacht – durch die Marienburg gibt es insgesamt 15 Stationen. Neben virtuellen Einblicken, wie zum Beispiel in die Schlossküche und den Rittersaal, bekommen die Nutzer der App auch Infos zur Baugeschichte des Schlosses.

Bei „Marienburg digital“ greift die HMTG auch auf ihre 360-Grad-Rundgänge durch das Schloss zurück, die sie zur Corona-Zeit produziert hatte und die damals schon einen Besuch der geschlossenen Marienburg ersetzen sollten. „Wir bauen auf diese Rundgänge auf und ergänzen das Konzept um einzelne Komponenten“, so HMTG-Chef Hans Nolte. Näher wollte er nicht auf das Projekt eingehen, da es wohl noch in diesem Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Wie zu erfahren war, soll zu „Marienburg digital“ dann auch eine Dokumentation der Bauphase gehören – mit Webcams und Filmen im Zeitraffermodus.

Region Hannover finanziert Projekt mit

Die Finanzierung von „Marienburg digital“ übernimmt die HMTG. Das Geld stammt aus dem Gegenfinanzierungsvolumen der Region Hannover von 1,5 Millionen Euro zur Tourismusabgabe der Stadt Hannover. Eine zusätzliche Finanzierungsspritze von 60.000 Euro hat die Regionspolitik kürzlich abgelehnt.

Von Andreas Voigt

  • Region
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.