Corona-Pandemie

Niedersachsen: Schüler stellen erfolglosen Antrag gegen Masken- und Testpflicht

Hannover - Schüler haben Eilanträge gegen die Test- und Maskenpflicht gestellt. Doch diese wurden vom Verwaltungsgericht Hannover zurückgewiesen - auch mit Verweis auf den Ausbruch der Delta-Variante am Gymnasium Himmelsthür.

Der Ausbruch der Corona-Delta-Variante am Gymnasium Himmelsthür hat das Landgericht Hannover dazu bewogen, die Eilanträge zweier Schüler abzuweisen, die eine Abschaffung der Masken- und Testpflicht an Niedersachsens Schulen forderten. Foto: Archiv

Hannover - Trotz Abflauens der Corona-Pandemie ist die Masken- und Testpflicht in Niedersachsens Schulen nach Entscheid des Verwaltungsgerichts Hannover weiter gerechtfertigt. Nach wie vor müsse einem Wiederansteigen der Infektionszahlen unter Schülern entgegengewirkt werden, um die Funktionsfähigkeit der Schulen sicherzustellen, teilte das Gericht am Mittwoch mit.

Mit seinem Entscheid wies es Eilanträge zweier Schüler gegen die Masken- und Testpflicht zurück, die diese aus gesundheitlichen Gründen für unzumutbar hielten.



Verweis auf Ausbruch der Delta-Variante in Hildesheim

Ein erneuter Anstieg der Infektionszahlen sei mit Blick auf die sich derzeit ausbreitende, besonders ansteckende Delta-Variante zu befürchten, führte das Gericht aus. So habe sich an einem Gymnasium in Hildesheim kürzlich eine Gruppe Schüler mit der Delta-Variante infiziert, 90 Menschen mussten in Quarantäne.

Gerade weil wenig junge Leute geimpft seien, sei die Gefahr einer Weiterverbreitung des Corona-Virus an Schulen hoch, so das Gericht. Der mögliche Eingriff in die Grundrechte der Schüler sei nur von geringem Gewicht. Dass sie aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen könnten, hätten die beiden Kläger auch nicht mit einem ärztlichen Attest belegt.

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