Sarstedt - Nächste Runde in der Debatte um die Rezept-Briefkästen der Hohenhamelner St.-Laurentius-Apotheke in Sarstedt: Eine der drei Anlagen muss umziehen. Die Stadt verweigert die an der Stelle nötige Genehmigung für den Kasten an der sogenannten Apotheken-Uhr. Die Verwaltung begründet dies unter anderem mit ihrem Ansinnen, das lokale Einkaufen zu unterstützen. Doch es gibt schon einen neuen Standort –künftig soll der Apotheken-Briefkasten sogar vom Rathaus aus zu sehen sein.
Keine Genehmigung
Die Apotheken-Uhr gehört dem Sarstedter Unternehmer Björn Erhard, der auch den Auftritt der Hohenhamelner Apotheke in Sarstedt mit initiiert hat. Für „jegliche Veränderung“ an der Uhr, die rechtlich als Werbeanlage gilt, bräuchte er aber eine Sondergenehmigung der Stadt. Erhard hatte darum gebeten, eine solche Erlaubnis zumindest bis zum Ende der Corona-Pandemie zu bekommen, was die zuständige Mitarbeiterin der Stadtverwaltung unter Berufung auf Bürgermeisterin Heike Brennecke und Bauamtsleiter Rembert Andermann aber ablehnte.
„Durch das Anbringen des Briefkastens wird der Charakter der Uhr nicht aufgewertet“, heißt es in dem Schreiben der Stadt. Zudem wolle die Stadt durch ihre Aktion „Kauf lokal“ ansässige Unternehmen unterstützen und könne deshalb „das Aufstellen des Briefkastens auf öffentlicher Fläche nicht genehmigen“.
Platz am Bürgercenter
Unternehmer Erhard äußerte am Dienstag zwar Unverständnis dafür, „wie ein Unternehmen, das hier ja auch eine Apotheke eröffnen will, in Sarstedt begrüßt wird“, kündigte aber an, der Anordnung Folge zu leisten. Einen neuen Platz auf privatem Grund habe er schon gefunden: Läuft alles wie geplant, hängt der Rezept-Briefkasten bald direkt gegenüber vom Bürgercenter.
