Umbruch geht weiter

Nach Saturn-Aus: Zwei weitere Geschäfte verlassen die Hildesheimer Arneken Galerie

Hildesheim - Auslaufende Verträge bringen neue Leerstände im Einkaufszentrum – doch es gibt auch schon Aussichten auf Nachfolger. Es bahnt sich immer stärker ein größerer Umbruch an.

Die Thalia-Filiale in der Hildesheimer Arneken Galerie schließt in wenigen Wochen. Foto: Julia Moras

Hildesheim - Zwei weitere Geschäfte schließen in den nächsten Wochen ihre Filialen in der Hildesheimer Arneken Galerie. Zunächst stellt Ende März die Modekette Engbers ihren Betrieb in dem Einkaufszentrum ein, der Ausverkauf läuft bereits. Ende April folgt dann mit dem Buchhändler Thalia ein prominenter Mieter mit großer Verkaufsfläche. Thalia konzentriert sich künftig auf seine Hildesheimer Hauptstelle am Schnittpunkt von Hohem Weg, Scheelenstraße und Schuhstraße.

Neue Mieter im Wartestand?

Damit wird immer deutlicher, dass die Arneken Galerie derzeit ihren zweiten großen Umbruch nach dem Umbau für TK Maxx vor einigen Jahren erlebt. Viele der auf zehn Jahre angelegten Mietverträge sind jetzt ausgelaufen oder tun das in den nächsten Monaten. Infolgedessen hatte sich bereits Ende Januar der Elektronik-Riese und größte Mieter Saturn aus dem Einkaufszentrum zurückgezogen. Auch bei Thalia und Engbers kam es nicht zu einer Verlängerung der Mietverträge. Zudem laufen nach HAZ-Informationen bei weiteren Ladenbetreibern Mietverträge aus. Einige haben bereits verlängert, in einigen Fällen wird aktuell noch verhandelt.



Um welche Geschäfte es dabei geht, wollte Centermanager Holger Höfner auf HAZ-Anfrage nicht sagen. Dass es in einer Phase, in der viele Mietverträge ausliefen, vermehrt zu Wechseln komme, sei aber in Einkaufszentren an sich nichts Ungewöhnliches. Zu diesem Umbruch gehört auf, dass es nach HAZ-Informationen wie berichtet bereits Verhandlungen mit einem neuen Elektronik-Markt sowie mit dem Betreiber eines Lebensmittel-Marktes über einen Einzug in die Arneken Galerie gibt. Zu Namen, Aussichten oder einem möglichen Zeitplan hierfür wollte sich Höfner am Montag noch nicht äußern.

„Hauptstelle“ bleibt

Das gilt auch für die neuen Leerstände durch die Schließungen von Thalia und Engbers. „Aber auch da laufen durchaus Gespräche“, versicherte Höfner. In beiden Fällen sei der französische Immobilienkonzern Klépierre als Betreiber der Arneken Galerie bei den Entscheidungen der Unternehmen auch nicht auf kaltem Fuß erwischt worden.



Thalia hatte das Geschäft im Obergeschoss der Arneken Galerie Anfang 2020 vom bisherigen Betreiber Decius übernommen – wie auch das Hauptgeschäft am Hohen Weg. Später übernahm die Kette auch noch ein Buchgeschäft in Alfeld, ist also in zwei Städten im Landkreis präsent. Decius wiederum hatte zu den ersten Mietern in der Galerie gehört und war dort stets das einzige Buchgeschäft, ebenso wie nun Thalia. Nach dem aktuellen Stand wäre diese Branche damit künftig nicht mehr in dem Einkaufszentrum vertreten.

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