Tierquälerei

Nach Fund von totem Hundewelpen im Harsumer Stichkanal: Tierschutzverein Peta setzt Belohnung aus

Harsum - Peta hat sich in einen Fall mutmaßlicher Tierquälerei im Kreis Hildesheim eingeschaltet: Wie die Tierschutzorganisation den Ermittlungsbehörden weitere Hinweise auf die Täter verschaffen möchte.

Am Stichkanal hat ein Passant einen toten Hund gefunden, der in einer Tasche auf dem Wasser trieb. Foto: Christian Gossmann/Archiv

Harsum - Die Tierschutzvereinigung Peta setzt eine Belohnung für den Fall einer mutmaßlichen Tierquälerei aus. Am Abend des 28. März hatte ein Passant in Harsum auf dem Stichkanal am Ende der Bahngleise einen toten Hundewelpen gefunden, der in einer leopardengemusterten Tasche auf dem Wasser trieb. Mit in der Tasche befanden sich mehrere Steine und ein Kanister Scheibenreiniger.

Aufgrund des Verwesungszustandes des Tieres geht die Polizei davon aus, dass der Rüde zwischen dem 1. Januar und dem 28. März starb und in eben diesem Zeitraum „entsorgt“ wurde. Zeugen wurden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05066/9850 bei der Polizei in Sarstedt zu melden.

1000 Euro Belohnung ausgesetzt

Um den Fall aufzuklären, hat sich nun Peta eingeschaltet und eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur rechtskräftigen Verurteilung der Tatverantwortlichen führen.

„Wir möchten helfen aufzuklären, unter welchen Umständen der junge Rüde gestorben ist und wer ihn offenbar achtlos im Stichkanal beseitigen wollte“, sagt Peta-Fachreferentin Monic Moll. „Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat.“ Die Tierschutzorganisation setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Verantwortlichen zu helfen.


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