Kreis Hildesheim - Die Talsperren im Westharz sind zu Beginn des Frühjahrs leicht überdurchschnittlich gut gefüllt, die Trinkwasserversorgung für das laufende Jahr ist damit gesichert. „Die drei Trinkwassertalsperren Ecker-, Grane- und Söse-Talsperre sind aktuell im Durchschnitt zu 87 Prozent gefüllt und gehen somit mit einem großen Wasservorrat in die Trinkwasserversorgung im Sommer“, erklärten die Harzwasserwerke am Dienstag in einer Pressemitteilung. Das Hildesheimer Unternehmen betreibt die Stauseen und die Anlagen zur Trinkwassergewinnung im Westharz.
Grane-Stausee ziemlich voll
Für die Stadt Hildesheim und weite Teile des Landkreises ist vor allem die Söse-Talsperre relevant, das Trinkwasser für die Region kommt in aller Regel von dort. Mit einem Füllstand von 75,5 Prozent ist sie aktuell im Verhältnis zu ihrer Kapazität am wenigsten stark gefüllt. Allerdings: Die Grane-Talsperre, der bei weitem größte Trinkwasser-Stausee im Westharz, bringt es aktuell auf 94,9 Prozent. Kam es in der Vergangenheit and er Söse zu Engpässen, leiteten die Harzwasserwerke bereits Grane-Wasser in Richtung Hildesheim um.
Während die Betreiber in den vergangenen Jahren oft unterdurchschnittliche Füllstände meldeten, entwickelte sich die Situation in diesem Jahr anders. Zunächst kam das schwere Weihnachtshochwasser, in dessen Zuge die Innerste-Talsperre komplett volllief und dann zeitweise die Wassermenge, die hineinfloss, auch sofort wieder abgeben musste. Nach dem Hochwasser schafften es die Harzwasserwerke relativ schnell, die Wasserstände in den Stauseen wieder abzusenken, um Platz für eventuelle weitere Wassermassen zu schaffen. Tatsächlich fiel im Februar noch einmal mehr Regen als für diesen Monat üblich, die Schwierigkeiten an den Stauseen oder zu erneuten Überschwemmungen kam es deshalb aber nicht.
Platz in der Innerste-Talsperre
Für den Hochwasserschutz im Landkreis Hildesheim ist vor allem die Innerste-Talsperre von Bedeutung. Sie ist aktuell zu gut 75 Prozent gefüllt, ein Viertel ihrer Kapazität steht also noch zur Verfügung, um eventuelle schwerere Niederschläge abzufangen. Allerdings hat sich vor und über Weihnachten auch wieder gezeigt, dass der vergleichsweise kleine Stausee bei heftigen Niederschlägen auch recht schnell volllaufen kann.
Die Ereignisse im Winter hatten die Diskussion über Pläne der Harzwasserwerke zu einem Ausbau bestehender Talsperren und zum Anlegen zusätzlicher Stauseen im Westharz befeuert.
