Festival in Hildesheim

Viel Schminke, düstere Kostüme und ganz viel Schwarz: Eindrücke vom M’era Luna-Festival in Bildern

Hildesheim - 25 000 Menschen haben sich ein ganzes Jahr lang auf diese beiden Tage gefreut, nun ist es schon wieder vorbei: Das Gothic-Festival M’era Luna am Hildesheimer Flughafen hat nach einem wettermäßig durchwachsenem Samstag noch einen perfekten Sonntag erlebt – mit Topacts wie Peter Heppner, Subway To Sally und ganz zum Schluss Within Temptation. Eindrücke vom Event in Bildern.

Hildesheim - Hildesheim trug wieder schwarz: Auf dem Flugplatz ist am Sonntagabend das Gothic-Festival M’era Luna bei bestem Wetter in die Zielgerade eingelaufen. Die Fans waren glücklich und zufrieden, allerdings fehlten ein wenig die Überraschungen. Die diesjährige Ausgabe ist gekennzeichnet von wechselhaftem Wetter, aber die Fans lassen sich davon nicht abhalten, in aufwändige Kostüme oder Lack-und-Leder-Outfits zu schlüpfen. Eindrücke vom Event in Bildern.


Tag zwei des Festivals aus der Vogelperspektive. Foto: Julia Moras


Gut gelaunt auf der M’era-Bühne: Sänger Eric Fish und Bassist Sugar Ray von Subway to Sally. Foto: Julia Moras


Harte Gitarrensounds sind das Metier von Subway-Axeman Ingo Hampf...


passend zur feurigen Show der Band.


Peter Heppners elektronisch-melancholische Sounds – ein Highlight am Sonntagnachmittag. Foto: Julia Moras


Der Coolness-Faktor stimmte bei Peter Heppners Band auf der Main Stage


Nicht jedermanns Sache, doch kommerziell sehr erfolgreich: Mono Inc.


und hatte mit Katha Mia einen leibhaftigen schwarzen Raben am Schlagzeug. Fotos: Julia Moras


Große Bühne für den Schlusspunkt am Sonntagabend: Within Temptation...


...mit Sängerin Sharon den Adel


die ihren Kopfschmuck von 2019 wieder dabei hatte. Fotos: Julia Moras


Dicht an dicht stehen die Zelte auf dem Camping-Gelände. Foto: Julia Moras


Erst mal Schlangestehen vor dem Einlass. Ein paar Besucherinnen und Besucher haben einen Schock erlebt – sie sind im Internet auf einen Betrüger hereingefallen und haben ungültige Tickets gekauft. Fotos: Julia Moras


Die Location: Der Hildesheimer Flugplatz.


Ordentlich was los – und es ist eindeutig klar, welche Farbe man hier trägt.


Schwarz, wohin das Auge reicht.


Der Spruch dürfte den Besucherinnen und Besuchern gefallen: „Das Ende des Regenbogens ist nicht hell. Es ist schwarz.“


"Ich bin nicht verkleidet", betont Johanna H. Ein Kostüm zieht sie erst nach dem Festival wieder an - wenn die Lehrerin wieder vor ihrer Klasse steht. "Ich glaube, den meisten hier geht es so", stimmt ihr Mann Andreas zu. "Hier könne wir ausdrücken, wie wir sind." Seit 2012 kommen beide immer wieder zum M'era Luna. "Das ist Zuhause. Darauf freuen wir uns das ganze Jahr."


Aus der Schweiz hat es Svetlana Arkhypova nach Hildesheim zum M'era Luna gezogen. In ihrer Heimat fehlt so eine Veranstaltung. Abenteuer erlebt sie in ihrem Beruf aber auch so. Sie ist Skydiverin.


Melanie Illgen kommt aus Gera und will sich das M'era Luna "einfach mal angucken". Das Make-Up ist temporär, das Tattoo permanent. Totenkopfmotten faszinieren sie.


Marie Seifer ist zum fünften Mal aus Bremen zum M'era Luna angereist. Zum ersten Mal ist sie im Kostüm hier. Eigentlich gehört zum gehörnten Haarreif mit Edelsteinen noch ein paar Flügel. "Aber ich will erstmal ausprobieren, ob ich mich so beim Tanzen wohlfühle", erklärt der Dunkelelfen-Fan. Wenn sie nicht auf dem M'era Luna ist, arbeitet sie als Psychotherapeutin für Kinder.


Es gibt nichts, was man zu Schwarz nicht tragen könne, findet Andreas Stüber. Er ist mit seiner Frau Birgit aus Bad Oeynhausen angereist. Dieses Jahr haben sie die schwarze Seide um ihre Körper und die Federn auf ihren Köpfen mit Lila kombiniert. "Das ist gerade in."


Die Frau aus Göttingen will an diesem Tag bis Mitternacht vor der Bühne tanzen. Sie hat das Kostüm selbst gebastelt. Zum M'era Luna ist sie aus Göttingen mit Ex-Mann, Tochter und Schwiegershon in spe angereist.


Die Frau aus Göttingen will an diesem Tag bis Mitternacht vor der Bühne tanzen. Sie hat das Kostüm selbst gebastelt. Zum M'era Luna ist sie aus Göttingen mit Ex-Mann, Tochter und Schwiegershon in spe angereist.


Sein Gesicht hat Max Blasko mit Runen verziert. Nordische Mythologie hat ihn inspiriert, verrät der Hildesheimer. Dass seine Heimatstadt ein Festival wie das M'era Luna beherbergt, freut ihn. "Das ist mal was Wildes im konservativen Hildesheim."


Eltern aufgepasst! Nicolas und Luna Colen (von links) dürften ihnen aus der Seele sprechen. Denn für das Paar aus der französischen Hauptstadt bedeutet das M'era Luna eine Auszeit vom Nachwuchs. Der bleibt in Paris bei den Großeltern, während Mama und Papa zehn Stunde im Auto nach Hildesheim fahren. "Wir lieben Deutschland", sagen beide und strahlen. Ihr Jüngster zeige zwar langsam Interesse an der Musik, aber wenn er hierher will, solle er allein fahren, finden die Eltern. "Wir lieben unsere Kinder", betonen sie zum Abschied. Aber dieses Wochenende bedeutet Freizeit.


Inga Wolter hat es zum sechsten Mal aus Göttingen nach Hildesheim zum M'era Luna gezogen und zum ersten Mal hat sie Nico Henze dabei. "Mir wurden nette Leute, gute Musik und angenehmes Camping versprochen", verrät er. Bisher habe sich das erfüllt, freut sich der Rus-Wikinger, einem Völkchen aus dem heutigen Russland.


Mera Luna Tag 1 Die Zunge kann diese Gestalt aus dem Mundschutz hervorstrecken - Worte kommen ihm nicht über die Lippen. Mit klauenbesetzten Händen und Füßen in wuchtigen Stiefeln gibt er zu verstehen: M'era Luna: findet er so gut, dass er vier Stunden Fahrt in Kauf genommen hat.


Sein Kostüm ist teils selbstgemacht. Eine der Bands, die auf dem Tierschädel vor seiner Brust unterschrieben hat, spielt dieses Wochenende.


Was machen zwei Schwedinnen, in Schwede und ein US-Amerikaner in Hildesheim? Klar, sie besuchen das M'era Luna. Für Victoria Lovelace, Dracul Grotesque, Andreas Karlsson und Adora Batbrat (wir vermuten: nur einen dieser Namen haben die Eltern in amtliche Dokumente eintragen lassen) ist das Tradition seit 2003.


Victoria und Adora kennen sich über die schwedische Ausgabe der Topmodel-Show. Victoria war Teilnehmerin, Adora ein bekannte Bloggerin und es "Liebe auf den ersten Blick". Nur Gatte Dracul hat ähnliches bei Victoria geschafft. Adora hat dafür Jungendfreund Andreas dabei.


Aus dem Sauerland verschlägt es Patrick Werde immer wieder nach Hildesheim. Er schätzt das M'era Luna, auch wenn er die Preise für Essen und Trinken mittlerweile zu hoch findet.


Am Sonnabend ist er "experimentieller" mit Maulkorb und Klauen unterwegs, Sonntag will er wieder als Cybergoth unterwegs sein. Bunte Farben kennt er aus seinem Berufsalltag - er arbeitet in einer Lasertaghalle.


Aus der Schweiz hat es Svetlana Arkhypova nach Hildesheim zum M'era Luna gezogen. In ihrer Heimat fehlt so eine Veranstaltung. Abenteuer erlebt sie in ihrem Beruf aber auch so. Sie ist Skydiverin.


Eva Hofmann in Rot ist aus Rheinland-Pfalz mit Freundin Irina Krause angereist.


Ihre Kostüme bieten viele Details – von Kopf bist Fuß.


Farbenfrohe Haare sind hier auch gern gesehen.


Das Gewitter naht – die Fans bleiben. Foto: Chris Gossmann


Zwischenzeitlich war es richtig warm – da kann der Regenschirm auch mal als Sonnenschutz dienen.


Mode auf dem Laufsteg gab es auch zu sehen – bei der Gothic Fashion Show im Disco Hagar. Hier von Joana Gierga aus Harsum. Foto: Werner Kaiser


Lack- und Lederkreationen zeigten Dark Ceations. Foto: Werner Kaiser


... Und eine Feuer-Fontäne bei Virginia The Wolf. Foto: Werner Kaiser


Auf der Main Stage steht derweil Megaherz.


Die Münchner Rockband wurde 1993 gegründet. Sie gehört neben Oomph! und Rammstein zu den frühesten Vertretern der Neuen Deutschen Härte.


Die Band Tanzwut feuert die Menge an.


Und die weiß, welcher Move hier angebracht ist.


Auch dieser kleine Kuschelhase ist mit von der Partie.


Einige haben es lieber gemütlich auf Decken hinter der stehenden Meute.


Solange der Rasen trocken ist, lässt es sich hier gut auf dem Boden sitzen.


Hände in die Luft!


Und Luftballons auch.


Zwischendurch der Wolkenbruch: Die Schirme kommen zum Einsatz.


Auch die Schirme sind häufig schwarz. Foto: Chris Gossmann


Gefeiert wird trotzdem.


Auch Regenponchos sind ein beliebtes Utensil – diese hier haben sogar knallige Farben. Foto: Chris Gossmann


Dicht gedrängt stehen die Besucherinnen und Besucher vor der Bühne. Foto: Chris Gossmann


Auf Regen folgt Sonnenschein – und ein Regenbogen. Foto: Chris Gossmann


Die Polizei ist auch auf dem Festivalgelände zugegen – bislang kam es aber nicht zu größeren Zwischenfällen.


Wer in Kauflaune ist, der kann über den Mittelaltermarkt bummeln.


Bei manchen Besuchern muss man zweimal hinschauen, um ihr Kostüm in Gänze zu erfassen.


Wer noch auf der Suche nach einem Kostüm ist, der kann hier fündig werden.


Viele schlendern über das Gelände...


... und schauen sich die Accessoires an.


Allerlei Masken sind unter anderem im Angebot...


...sowie eine Auswahl an Schwertern.


Am Bunte-Tüte-Stand gibt’s eine wichtige Botschaft.


Der Bierpreis liegt bei 6,50 Euro.


Auch Honigwein darf auf dem M’era Luna nicht fehlen: Der Met spielte eine bedeutende Rolle in den Kulturen des Mittelalters, insbesondere bei den Wikingern.


Die Band Absolute Body Control auf der Club Stage.


Zu späterer Stunde sang Ville Valo auf der Main Stage.


Der 46-jährige finnische Rocksänger war Sänger und Songwriter der Band HIM.


Zuvor sangen In Extremo.


In Extremo ist eine deutsche Band, die dem Mittelalter-Rock zugeordnet wird. Die sechsköpfige Gruppe wurde 1995 in Berlin gegründet.


Der Sänger der Band: Michael Robert Rhein alias. Das letzte Einhorn.


Besonderes Farbenspiel am Himmel nach dem durchwachsenen Tag – die Besucherinnen und Besucher sind geblieben.


Und die Stimmung bleibt gut – auch mit Regencapes.


Der Himmel leuchtet über dem M’era Luna.


Der Himmel macht die Wetter-Turbulenzen wett. Foto: Chris Gossmann


Auch in der Dämmerung ist noch viel los rund um den Eingang. Foto: Chris Gossmann


Posen, Posen, Posen – nicht nur für den HAZ-Fotografen. Foto: Chris Gossmann


Auch Joachim Witt sang auf der Main Stage.


Witts bekannteste Titel sind Goldener Reiter und Tri tra trullala aus der Zeit der Neuen Deutschen Welle.


Aus dem englischen Bristol kommt die Synthpop-Band Mesh. Sie trat auf der Club Stage auf.


Die Gruppe wurde 1991 gegründet.


Ebenfalls auf der Club Stage trat Blitz Union auf.


Sichtlich zur Freude der Fans!


Blitz Union spielt EDM-Rock.


Die Band Dragol auf der Main Stage.


Die Musiker kommen aus Münster und singen auf Deutsch.


Im dezenteren Look tritt Eisfabrik auf.


Heldmaschine wiederum kommt mit Maske.


Heldmaschine-Sänger René Anlauff heizt die Menge an.

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