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Auf zum Schminken nach einer kurzen Nacht: So startet die „M’era Morning Crew“ in Hildesheim in den Festival-Samstag

Hildesheim - Um 3 Uhr waren sie im Bett, um 7 schon wieder auf: Für Eileen Bartels und ihre Freunde von der „M’era Morning Crew“ beginnt der Samstag auf dem M’era Luna-Festival mit viel Kaffee, Frühstück und einem echten Gothic-Make-up.

Nach dem ersten Kaffee schon wieder ganz munter: die „M’era Morning Crew“ am Samstag auf dem Hildesheimer Festivalgelände. Foto: Eileen Bartels

Hildesheim - Die erste Nacht auf dem M’era Luna-Festival war für Eileen Bartels aus Grasdorf und ihre Weggefährten vor allem eines: kurz. Nach der Ankunft in Hildesheim am Freitagnachmittag hat die 30-köpfige „M’era Morning Crew“, wie sich die Freunde nennen, bis in den Abend hinein Zelte aufgebaut und die Utensilien für zwei Tage hineingeschafft. Danach musste natürlich angestoßen werden: auf das Zusammenkommen, die getane Arbeit, auf die Musik, das Leben und überhaupt auf M’era Luna. „Das war ein feuchtfröhlicher Abend“, sagt Eileen am Samstagmorgen – und klingt dabei gar nicht müde.

Um 3 Uhr morgens waren die Freunde im Bett, um 7 die meisten schon wieder auf den Beinen. „Aber das ist an so einem Wochenende ja normal“, sagt die Grasdorferin. Mit einem Kaffee und einem gemeinsamen Frühstück sind sie in den Tag gestartet – und mit guter Laune trotz des Nieselwetters. Immerhin ist es warm, das ist schonmal gut, ändern können sie das Wetter sowieso nicht.

Hier ist optisch einfach alles erlaubt

Am Vormittag geht es dann ans Schminken. „Das Schöne ist, dass hier alles erlaubt ist“, sagt Eileen, „man kann optisch richtig Gas geben oder auch im Schlabberlook rausgehen, je nachdem, wie einem gerade zumute ist.“ Und wie ist ihr an diesem Samstag zumute? „Och, heute kann es ruhig etwas aufwändiger sein“, sagt sie. Der Gothic-Look lässt da viel Spielraum, wenn auch meistens dunkle Töne dominieren und vor allem viel Kajal nicht fehlen darf. „Allerdings mache ich das nicht selbst, ich lasse mich schminken“, erzählt Eileen und lacht. „Wozu sind wir schließlich in so einer großen Gruppe angereist?“


Viel Schminke, düstere Kostüme und ganz viel Schwarz: Eindrücke vom M’era Luna-Festival in Bildern


Und wenn diese große Gruppe dann aufgerüscht ist, geht es erst so richtig los. „Aber wir werden nicht die ganze Zeit zusammenbleiben“, sagt Eileen, „eher in kleinen Gruppen oder auch mal allein, wie es sich eben ergibt.“ Denn: Selbst unter den größten Gothic-Fans ist nicht jede Band jedermanns Geschmack. „Da hat jeder so seins. Aber wir haben, damit wir uns in den Massen nicht verlieren, an der Hauptbühne einen festen Stammplatz. Da treffen wir uns immer wieder.“

Pläne für den Tag? So wach ist sie nun auch wieder nicht

Was für sie selbst an diesem Samstag auf dem Programm steht, hat sie noch gar nicht entschieden. „Da muss ich erstmal gucken, das weiß ich noch nicht“, sagt sie. So wach ist sie nun auch wieder nicht, dass sie schon vor dem Schminken einen Plan gemacht hätte. „Es sind so viele tolle Bands hier“, sagt Eileen, „ich schaue mich hier und da um und freu mich einfach auf den Tag, wir alle tun das.“


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