Stadt Hildesheim stellt Ergebnisse vor

Wasserkamp-Umfrage: So denken die Bürger über das Baugebiet

Hildesheim - Wie wünschen sich eigentlich die Bürger das Baugebiet auf dem Wasserkamp? Um das herauszufinden, hatte die Stadt eine Umfrage gestartet. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Gegner der Siedlung die Gelegenheit genutzt haben, ihre Vorbehalte kundzutun.

Blick auf den Wasserkamp bei Hildesheim: Auf der Ackerfläche soll ein Baugebiet entstehen. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Wie wünschen sich eigentlich die Bürger das Baugebiet auf dem Wasserkamp? Um das herauszufinden, hatte die Stadt über das Fachbüro Lokation:S eine zweimonatige Umfrage gestartet. Nun liegen die Ergebnisse vor. Sie zeigen nicht nur, wie sich Hildesheimer die Siedlung vorstellen, sondern auch, dass deren Gegner die Gelegenheit genutzt haben, ihre Vorbehalte kundzutun.

So ist der Fragebogen 630-mal ausgefüllt worden. 328 der Teilnehmer sind für das Baugebiet, 302 haben die Experten von Lokation:S anhand der Antworten als Kritiker ausgemacht. Dass deren Anteil groß ist, wird schon bei der Auswertung der Eingangsfrage nach dem Grund für das Interesse am Wasserkamp offensichtlich: Nur 12 Prozent der Teilnehmer erklärten, selbst in der Siedlung wohnen zu wollen, weitere 30,5 Prozent gaben an, in der Nähe zu leben. 40 Prozent führten „andere Gründe“ an – fast alle seien Bau-Gegner, heißt es bei Lokation:S.

Der Wasserkamp soll ein Quartier für Familien werden, finden viele Teilnehmer der Umfrage

Doch was wollen nun jene Teilnehmer, die das Baugebiet befürworten? Knapp mehr als die Hälfte findet, der Wasserkamp solle ein Quartier für Familien mit Kindern werden, auf dem zweiten Platz folgen Senioren. Rund zwei Drittel der Teilnehmer wollen Wohnraum kaufen, etwa ein Drittel mieten.



Aus beiden Gruppen möchten rund 70 Prozent in einem Einfamilienhaus leben, etwa neun Prozent in einem Doppelhaus, sechs Prozent in einem Mehrfamilienhaus. Aber: Auf die Frage, welche Wohnformen sich die Teilnehmer ganz konkret für den Wasserkamp wünschen, liegen Einfamilienhaus sowie Doppelhaus, Mehrgenerationenhaus und Mehrfamilienhaus eng beieinander. Unter den Miet- und Kaufinteressenten dominiert der Wunsch nach einem autoarmen Quartier deutlich gegenüber dem nach einem Wohngebiet komplett ohne Autos.



So sieht der Fahrplan in der Stadtpolitik bis zur Entscheidung über die bevorzugte Variante aus

Die Umfrage gilt als erste Phase der Bürgerbeteiligung. Für Sonnabend, 14. Januar, lädt Lokation:S alle Interessierten nach Itzum zu einem Workshop mit dem Titel „Wasserkamp entsteht“ ein – das Treffen stellt die zweite Phase dar. Wer dabei sein möchte, muss sich über www.lokation-s.de/wasserkamp anmelden. Wie das Baugebiet letztlich aussehen soll, entscheidet am 15. März der Ausschuss für Stadtentwicklung in einer gemeinsamen Sitzung mit den Ortsräten Itzum und Marienburger Höhe. Der Ausschuss befasst sich zudem heute, Mittwoch, 7. Dezember, und am Mittwoch, 1. Februar, mit der Siedlung.

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