Kreis Hildesheim - Kinder müssen in den Schulbussen in Stadt und Landkreis Hildesheim von Freitag an FFP-2-Masken oder einen gleichwertigen Mund-Nasen-Schutz tragen. Kleine OP-Masken oder andere Kindermasken reichen nicht mehr aus. Das hat die Kreisverwaltung am Donnerstagnachmittag auf HAZ-Nachfrage bestätigt.
Die Vorgabe beruht auf der sogenannten Corona-Notbremse im Infektionsschutzgesetz des Bundes. Deren Regeln gelten von Freitag an auch im Landkreis Hildesheim, nachdem hier die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus drei Tage hintereinander über dem Grenzwert von 100 lag.
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Die Notbremse schreibt unter anderem vor, dass in solchen Landkreisen die Fahrgäste in allen Bussen und Bahnen FFP-2-Masken oder gleichwertige Produkte wie sogenannte KN95-Masken tragen müssen. Das gilt ab einem Alter von sechs Jahren und ausdrücklich auch in der Schülerbeförderung.
Vor allem Grundschüler betroffen
Noch vor drei Monaten waren FFP-2-Masken für Kinder nur sehr schwer und in wenigen Geschäften zu bekommen. Inzwischen haben deutlich mehr Supermärkte und Drogerien den Mund-Nasen-Schutz im Angebot, so weit verbreitet wie FFP-2-Masken für Erwachsene sind sie aber noch nicht.
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Dabei sind es gerade Kinder, denen Erwachsenen-Masken wirklich noch zu groß sind, die die Pflicht im Bus nun trifft: Grundschülerinnen und Grundschüler. Denn die weiterführenden Schulen gehen ohnehin von Freitag an wieder in den Distanzunterricht, bis auf die Abschlussklassen. Die Grund- und Förderschulen bleiben hingegen im Wechselmodell.
Für die Busfahrer gilt die Vorgabe nicht. Sie müssen keine Masken tragen, da sie genug Abstand zu den anderen Fahrgästen haben und nicht abgelenkt werden sollen.
