Corona-Pandemie

Notbremse: Diese Regeln gelten ab Freitag im Kreis Hildesheim

Kreis Hildesheim - Da die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 100er Grenze überschritten hat, greift ab Freitag die Bundes-Notbremse mit verschärften Regeln. Was das für den Landkreis Hildesheim bedeutet.

Spielt bei den neuen Regeln eine wichtigere Rolle: Der Corona-Schnelltest. Foto: Chris Gossmann

Kreis Hildesheim - Auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag wieder gesunken ist, greift die Bundes-Notbremse im Kreis Hildesheim. An drei aufeinanderfolgenden Tagen lag die Inzidenz über 100. Welche Auswirkungen hat das für den Landkreis Hildesheim?

Was gilt ab Freitag im Kreis Hildesheim?

Laut der Ausgangsbeschränkung dürfen sich Personen in der Zeit zwischen 22 Uhr und 5 Uhr des Folgetages grundsätzlich nicht im öffentlichen Raum aufhalten. Spazieren und Joggen ist ab Freitag also weiterhin erlaubt, aber nur für Einzelpersonen. Auf einen gemeinsamen Spaziergang am Abend müssen Paare oder Freunde demnach verzichten.

Wer seine Wohnung trotzdem verlässt, braucht dafür einen triftigen Grund. Bei einem Verstoß gegen die Ausgangssperre droht ein „erhebliches Bußgeld“, wie es von Seiten des Landkreises heißt. In der Region Hannover und im Kreis Peine hatte eszuvor schon Ausgangsbeschränkungen gegeben.

Freizeiteinrichtungen, Sport und Friseure

Sämtliche Freizeiteinrichtungen müssen geschlossen bleiben. Darunter fallen auch Minigolfanlagen. Kontaktloser Sport ist erlaubt – sowohl alleine, zu zweit oder mit Angehörigen des gemeinsamen Haushalts. Sport im Freien in Kleingruppen von höchstens fünf Kindern bis einschließlich 13 Jahren ist ebenfalls gestattet. Die Anleitungspersonen müssen sich jedoch einem Corona-Test unterziehen, sofern sie noch nicht vollständig geimpft sind.

Außengelände wie botanische oder zoologische Gärten dürfen unter der Einhaltung von strengen Hygienekonzepten öffnen. Allerdings gilt: Einlass nur nach Vorlage eines negativen Corona-Tests. Kinder bis einschließlich fünf Jahre sind davon ausgeschlossen.

Sogenannte körpernahe Dienstleistungen sind weitgehend untersagt, sofern sie nicht als medizinisch, therapeutisch, seelsorgerisch oder pflegerisch notwendig eingestuft werden. Davon nicht betroffen sind Friseursalons, diese dürfen weiterhin öffnen. Dasselbe gilt für die Fußpflege. Allerdings muss auch hier nun ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der maximal 24 Stunden alt ist.

Einzelhandel

Kunden dürfen weiterhin Ware bestellen und Abholen (Click & Collect) – außerdem ist es Ladenbesitzerinnen weiterhin erlaubt,einzelne Kunden nach Terminbuchung oder Vor-Ort-Registrierung einkaufen zu lassen (Click & Meet). Hierbei müssen Kundinnen allerdings ab sofort einen negativen Corona-Test vorweisen.



Nicht betroffen sind von dieser Regelung Lebensmittelläden, Getränkemärkte, Reformhäuser, Babyfachmärkte, Apotheken, Sanitätshäuser, Drogerien, Optiker, Hörakustiker, Tankstellen, Stellen des Zeitungsverkaufs, Buchhandlungen, Tierbedarfsmärkte, Futtermittelmärkte, Gartenmärkte und der Großhandel. Auch Blumenläden dürfen aufmachen. Hier brauchen Kunden keinen Termin und müssen kein negatives Testergebnis mitbringen.

Nach wie vor gilt: Die Kundenanzahl wird je nach Quadratmetern begrenzt – bis 800 Quadratmeter eine Kundin oder ein Kunde je 20 Quadratmeter Verkaufsfläche, darüber hinaus eine weitere Kundin oder ein weiterer Kunde je zusätzliche 40 Quadratmeter.

Schulen und Kitas

Kindertageseinrichtungen und Kinderhorte kehren zur Notbetreuung zurück. Auch für die Großtagespflege gilt ein eingeschränkter Betrieb.

Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen lernen von Freitag an wieder ausschließlich zu Hause. Ausgenommen sind Abschlussklassen, diese bekommen weiter Wechselunterricht. Auch für die Grundschulen ändert sich nichts, es bleibt beim Wechselmodell (Szenario B).

Öffentlicher Nahverkehr

In Bus und Bahn müssen zukünftig FFP2-Masken getragen werden. Einfache medizinische Masken reichen nicht mehr aus.

Wie lange gelten die Einschränkungen?

Die neuen Regelungen können erst dann wieder aufgehoben werden, wenn an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz einen Wert unter 100 aufweist.

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