Hildesheim - Seit 1905 steht der Bismarckturm auf dem Galgenberg, seit mittlerweile rund vier Jahren ist er menschenleer. Die Stadt Hildesheim hatte den maroden Turm 2020 gesperrt. Der Förderverein Bismarckturm Hildesheim möchte das ändern – und der Vorsitzende Tom Bodenbach zeigt sich gegenüber der HAZ optimistisch, dass Anfang kommenden Jahres die ersten Arbeiten am Turm beginnen könnten.
Bodenbach ist zuversichtlich, obwohl der Verein die nötige Gesamtsumme zur Sanierung bislang noch nicht eingeholt hat. Insgesamt 215.000 Euro müssten die Vereinsmitglieder an Spenden einsammeln, um den Turm wieder zugänglich zu machen. Doch von diesem Ziel sei man Mitte September noch immer weit entfernt, sagt Bodenbach.
Gespräche mit drei Stiftungen
Der Verein sei aktuell aber in „sehr guten Gesprächen“ mit drei Stiftungen, die sich an den Sanierungsarbeiten beteiligen könnten. Sollten diese Gespräche fruchten, könne der Verein zumindest die Hälfte des benötigten Geldes zusammenbringen. Und das reiche für die ersten Arbeiten am Turm. Genauer: am Dach. „Der Verfall kommt daher, dass der Turm kein Dach hat und es hinein regnet“, erklärt Bodenbach. „Und er so immer maroder wird.“ Deshalb habe es Priorität, dass der Turm zuerst oben dicht gemacht werde.
Dafür allein brauche es zwischen 20.000 und 50.000 Euro, sagt Bodenbach, der hier mit dem möglichen Stiftungsgeld rechnet. Damit könne auch bereits am Turm gebaut werden, ohne dass die benötigten 215.000 Euro vollständig eingetrieben sind. „Es muss nicht die gesamte Summe vorliegen“, sagt der Vereinsvorsitzende, „diesen Teil kann man auch schon vorher angehen.“ Der Verein plane, schrittweise vorzugehen und das restliche Geld einzutreiben, während die ersten Arbeiten bereits laufen. Bis Ende kommenden Jahres, so Bodenbachs Prognose, könnte das Spendenziel erreicht sein.
500 Euro pro Treppenstufe
Dabei soll auch helfen, dass die Hildesheimer Bürgerinnen und Bürger jetzt einzelne Stufen des Turms „kaufen“ können. Für eine 500-Euro-Spende pro Stufe können sie sich mit einem Namensschild auf der Stufe verewigen lassen. Rund 100 solcher Stufen gibt es – und Bodenbach ist optimistisch, dass sich 100 Hildesheimerinnen und Hildesheimer dafür gewinnen lassen.
