Hildesheim - Wacken versinkt im Schlamm. 30 Zentimeter tief müssen die Fans des Heavy-Metal-Festivals durch die braune Pampe waten, um die Bands sehen zu können. Auch einige Fans aus Hildesheim sind vor Ort – und genießen das Festival trotz des tagelangen Dauerregens. Erwartet ähnliches wie in Wacken auch die Besucherinnen und Besucher des M’era Luna in Hildesheim am 12. und 13. August?
Die Veranstalter von FKP Scorpio geben Entwarnung: „Die Wetterprognose für das M’era Luna 2023 ist derzeit mit sommerlichen Temperaturen positiv“, sagt Pressesprecher Jonas Rohde. Bis Dienstag soll es zwar weiter viel regnen, aber danach soll besseres Wetter zurückkehren, für das Wochenende ist nur wenig Regen angesagt.
Flugplatz weicht nicht so schnell durch
Und ohnehin müssten sich die Menschen beim M’era Luna laut Rohde keine großen Sorgen um das Wetter machen, da die Situation eine andere als in Wacken ist, wo die Ackerböden völlig durchweicht sind. „Der Flugplatz Hildesheim ermöglicht mit vielen asphaltierten Flächen und seiner zentralen Lage sowie direkten Anbindung auch bei regnerischem Wetter einen sicheren Veranstaltungsbetrieb“, sagt der Pressesprecher.
FKP Scorpio sei dennoch selbstverständlich beim Festival in Hildesheim immer auf Starkregen vorbereitet: „Wir haben in der Vergangenheit auch bewiesen, dass wir die Auswirkungen starken Niederschlags effektiv minimieren können“, so Rohde.
Gestrandete Wacken-Fans freuen sich aufs M’era Luna
Denn auch das M’era Luna war nicht immer nur in strahlenden Sonnenschein getaucht. Zum Beispiel 2002 regnete es stundenlang und ein Gewitter zog über das Festivalgelände, die Zelte regneten durch, viele Autos blieben im Schlamm stecken.
Damals stand unter anderem Ville Valo mit seiner Band HIM in Hildesheim auf der Bühne und sang für das Festivalpublikum. In diesem Jahr ist er wieder dabei – dieses Mal als Solokünstler. Am Festivalsamstag wird Ville Valo wie schon in vielen anderen Jahren, in denen der Stammgast in Hildesheim war, wohl bei besserem Wetter spielen als 2002.
Da können auch die Wacken-Fans aufatmen, die auf dem Campingplatz in Grasdorf gestrandet sind. Sie konnten nicht mehr aufs Festivalgelände, weil der Veranstalter in Wacken den Einlass stoppen musste. Nun wollen sie stattdessen in Hildesheim feiern.

