Polizei ermittelt

Betrug mit M’era Luna-Tickets: Ungültige Karten für das Hildesheimer Festival im Internet weiterverkauft

Hildesheim - Als einige Gäste am Eingang zum M’era Luna-Festivalgelände ihre Tickets vorlegten, mussten sie feststellen, dass sie die von Betrügern erworben hatten – die Karten wurden für ungültig erklärt. Die Polizei vermutet in allen Fällen einen Täter. Im Laufe des Samstags erhöhte sich die Zahl der Betroffenen.

Beim Eingang auf das Hildesheimer Festivalgelände gab es für einige Gäste eine unangenehme Überraschung. Foto: Julia Moras

Hildesheim - Das war ein Schreck für einige Besucher des M’era Luna: Als sie am Eingang ihre Tickets für das Festival vorlegten, mussten sie feststellen, dass sie die von Betrügern erworben hatten – die Karten wurden für ungültig erklärt. „Offensichtlich“, so heißt es seitens der Polizei, „wurden sie Opfer eines Betruges durch ein und dieselbe Person, welche unbezahlte Eintrittskarten im Internet weiterverkauft hatte.“

So ein Ticket für das gesamte Wochenende auf dem Festival kostet immerhin 139 Euro, ein Tagespass ist für 89 Euro zu haben. „Insgesamt“, so die Polizei zunächst, „wurden sieben Strafanzeigen wegen Betrugs gefertigt, der entstandene Schaden beläuft sich auf einen niedrigen vierstelligen Betrag.“ Im Laufe des Samstags erhöhte sich die Zahl auf rund 50 Betrugsfälle. Die Ermittlungen laufen.



Polizei meldet bislang nur kleinere Zwischenfälle

Ansonsten aber blieb es bislang auf dem Festival bei kleineren Zwischenfällen: Nachdem am Freitag die Gäste durch kleinere Verkehrsstaus auf das Festivalgelände geleitet worden sind, hat die Polizei lediglich vereinzelt Verkehrsverstöße festgestellt. Darunter befand sich ein Auto, für das keine Haftpflichtversicherung mehr gültig ist.

Außerdem wurde ein 18-Jähriger angehalten und kontrolliert. Bei ihm bestand der Verdacht, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren sei – ihm wurde eine Blutprobe entnommen und das Weiterfahren verboten. „Außerdem kam es zu einem Verkehrsunfall, indem eine Verkehrsleitbake umgefahren wurde“, so die Beamten. Dabei entstand nur leichter Sachschaden.

Zehnjähriges Kind verliert auf dem Gelände seine Eltern

Und dann gab es noch in dieser Sache ein glückliches Ende: Ein zehnjähriges Kind sprach auf dem Platz Polizisten an, weil es seine Eltern nicht mehr finden konnte. Gemeinsam konnte jedoch das Zelt wiedergefunden werden. Vater und Kind sind wieder vereint.

Am späten Freitagabend kam es dann noch zu einer Anzeige wegen Beleidigung. Im Zuge einer Personenkontrolle wurde außerdem jemand mit offenem Haftbefehl kontrolliert.

Anstecker mit verbotenen Symbolen?

Am Samstag kam es nicht zu größeren gravierenden Vorfällen auf dem Gelände. Für Aufsehen sorgten aber Anstecknadeln, die an einem Stand verkauft wurden. Eine Gruppe machte die Polizei darauf aufmerksam, dass diese Anstecker womöglich verbotene Symbole zeigten. Die Beamten gingen zu dem betroffenen Stand und stellten die Anstecknadeln vorerst sicher. Bislang sei aber nicht sicher, ob es sich tatsächlich um verbotene Symbole handelt, heißt es in einer Mitteilung.

Darüber hinaus wurde ein Pärchen auf dem Festivalgelände gesehen, das keine Zutrittsbändchen trug. Die 38-jährige Frau und den 45-jährigen Mann erwarten nun Strafverfahren wegen des Erschleichens von Leistungen.

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