Hildesheim - Hildesheims größter Arbeitgeber bereitet sich darauf vor, auf dem Werksgelände Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie deren Angehörige impfen zu lassen – und zusätzlich auch Beschäftigte benachbarter Unternehmen. Das hat Bosch jetzt angekündigt.
Wann die Aktion startet, steht noch nicht fest. Bislang geht das Land Niedersachsen davon aus, Betriebsärzte von Anfang Juni an in die Kampagne einzubinden. Allerdings startet zuvor bereits ein Modellversuch mit fünf Großunternehmen – VW, Continental, Salzgitter Stahl, Rossmann und Sartorius – die insgesamt zunächst 20.000 Impfdosen bekommen sollen.
Zwei Impfstraßen
Bosch ist steht jedenfalls in den Startlöchern: „Wir wollen einen Beitrag zur Impfkampagne in Deutschland leisten“, sagt Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin Filiz Albrecht. „Die Infrastruktur ist vorhanden, unsere Betriebsärzte stehen bereit. Sie beginnen mit den Impfungen, sobald dies für Unternehmen möglich ist.“
Bundesweit traut sich der Konzern bis zu 6000 Impfungen pro Tag zu. Wie viele es in Hildesheim sein sollen, steht noch nicht fest. „Wir planen wir ein Impfzentrum mit zwei Impfstraßen für unsere Mitarbeiter“, erklärte Sprecherin Mandy Brunkau auf HAZ-Anfrage. Stehe genug Impfstoff zur Verfügung, wolle das Unternehmen das Angebot auf die Familienangehörigen seiner Beschäftigten ausweiten.
Noch vor SEG-Schließung?
Auf jeden Fall einbezogen in die Bosch-Impfkampagne in Hildesheim werden die Beschäftigten des benachbarten Automobil-Zulieferers SEG Automotive. „Die SEG-Mitarbeiter werden von unserem werkärztlichen Dienst mitbetreut. Das Angebot gilt also auch für sie“, bestätigt Brunkau. SEG hat bereits angekündigt, Mitarbeitern, die sich impfen lassen, einen Tag Sonderurlaub zu gewähren.
Der Betriebsrat ist zuversichtlich, dass die Impfungen im Betrieb noch zustande kommen, bevor das Unternehmen zum 30. Juni einen Großteil seines Hildesheimer Werkes aufgibt.
