Emmerke - Ein Feuerwehreinsatz hielt am Samstag ganz Emmerke in Atem: Drei Häuser brannten ab und liegen seitdem in Trümmern, vier Menschen verloren auf einen Schlag ihr Zuhause. Am Dienstag nun vermeldet die Polizei, weswegen es zu dem verheerenden Brand kam: die Fassade eines der Häuser fing durch einen Unkrautbrenner Feuer.
Unkrautbrenner sind Werkzeuge, die störendes Unkraut mit Hitze – etwa durch eine Gasflamme – abtöten und so das Entfernen erleichtern sollen. Allerdings führen die Werkzeuge gerade in den Sommermonaten auch immer wieder zu Bränden. Vor fast genau einem Jahr etwa brannte die Vereinsgaststätte des PSV Grün-Weiß Hildesheim, weil in dessen Nähe zuvor ein Unkrautbrenner genutzt wurde. Ein Funke setzte sich im Holz fest und entwickelte sich Stunden später zu einem lodernden Feuer.
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Fassade fing Feuer
Das jüngste Feuer in Emmerke reiht sich nun in diese Art von Bränden ein – so lautet das Ergebnis des 1. Fachkommissariats der Polizeiinspektion Hildesheim, das auf Brandursachenermittlung spezialisiert ist. Laut der Polizei war ein Unkrautbrenner an einem der Häuser im Einsatz, weswegen die verkleidete Fassade in Brand geriet. Von dort aus breitete sich das Feuer schnell auf die beiden benachbarten Häuser aus und musste schließlich von rund 150 Feuerwehrleuten in einem Großeinsatz gelöscht werden. Der Gesamtschaden des Brandes soll sich auf einen „höheren sechsstelligen Betrag“ belaufen – der emotionale Schaden der Menschen, die ihre Wohnung und ihr Hab und Gut verloren, dürfte unmessbar sein.
Die Polizei warnt daher einmal mehr eindringlich davor, Unkrautbrenner zu verwenden – insbesondere an trockenen Tage, so wie am vergangenen Wochenende. „Vor dem Hintergrund der Gefahren beim Einsatz von Unkrautbrennern raten die Hildesheimer Brandermittler, ganz auf den Einsatz dieser Geräte zu verzichten“, schreibt die Polizei in einer Mitteilung zum Brand in Emmerke.
