Positiv getestet

96-Profi Hübers soll sich in Hildesheim mit dem Coronavirus angesteckt haben

Hildesheim/Hannover - Der gebürtige Hildesheimer Timo Hübers hat offenbar die Ehemaligen-Feier der Michelsenschule besucht. Er ist nun als erster Fußballprofi in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der Hildesheimer Timo Hübers ist als erster Fußball-Profi Deutschlands positiv getestet worden. Foto: Friso Gentsch/dpa

Hildesheim/Hannover - Verteidiger Timo Hübers vom Zweitligisten Hannover 96 ist als erster Fußballprofi in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der gebürtige Diekholzener soll sich laut 96 in Hildesheim angesteckt haben.

Der 23-jährige Hübers ist ehemaliger Michelsenschüler und war am Samstag wie viele andere bei einer Ehemaligen-Feier der Schule in der Kupferschmiede. Dort hatte sich auch eine 21-Jährige Studentin und Ex-Schülerin aufgehalten, die bereits mit dem Virus infiziert war.

Auch im Ebert-Stadion gewesen

Am Sonntag soll der 23-jährige Hübers auch das Fußball-Oberligaspiel des VfV 06 Hildesheim gegen Eintracht Northeim im Ebert-Stadion besucht haben. Mehr als 1300 Zuschauer sahen diese Partie. Hübers stand mit seinem Vater auf der Gegengerade im Gästeblock und verließ kurz vor Abpfiff die Arena.

Hübers befinde sich derzeit in häuslicher Quarantäne und habe seit seiner Infektion bei der Feier keinen Kontakt mit seinen Mannschaftskollegen gehabt, teilte Hannover 96 mit.

Provisorisch in Quarantäne

„Timo hat sich absolut vorbildlich verhalten“, sagte Hannovers Sportdirektor Gerhard Zuber der Deutschen Presse-Agentur. „Er selbst zeigt bis jetzt keinerlei Symptome. Als er davon erfuhr, dass eine Person, die mit ihm auf der Veranstaltung gewesen war, positiv getestet wurde, meldete er sich direkt beim Arzt und begab sich provisorisch in häusliche Quarantäne.“

Dennoch werde „verantwortlich gehandelt“, wie der Bundesligist weiter mitteilte: „Der komplette Profikader sowie das Trainerteam und der Staff muss sich vorsorglich auf das Virus testen lassen.“ Wann Hübers wieder zur Mannschaft stoßen kann, ist unklar.

Jetzt nur noch Geisterspiele

Ob das alles Folgen für den Spielbetrieb haben könnte, blieb vorerst unklar. Die Deutsche Fußball Liga war für eine Reaktion zunächst nicht zu erreichen. Klar ist seit Mittwoch in jedem Fall, dass der 26. Bundesliga-Spieltag komplett in leeren Stadien ausgetragen wird, nachdem als letzte Begegnung auch RB Leipzig gegen SC Freiburg zum Geisterspiel erklärt wurde.

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