Hildesheim - Die Wiedereröffnung der Parkanlage in der Herderstraße nahe Kino und Stadttheater verzögert sich ein weiteres Mal: Die Stadt rechnet nun nicht vor Mitte Januar mit einer Freigabe, sagte Rathaussprecher Helge Miethe auf Anfrage der HAZ. Der Zustand mancher Bereiche sei noch schlechter als angenommen, die Sanierung des Gebäudes dauere daher entsprechend länger. Mit dem gleichen Argument hat die Stadt bereits mehrfach Verzögerungen begründet.
Die Sanierung der 40 Jahre alten Parkanlage läuft seit Februar, sie sollte ursprünglich Ende Mai abgeschlossen sein. Doch dann stellte sich während der Arbeiten heraus, dass die Schäden an statisch relevanten Bauteilen weitaus größer waren, als sich nach Vorabuntersuchungen abgezeichnet hatte. Das Baudezernat kündigte daraufhin eine Freigabe für September an. Im September hieß es dann, das Parkhaus stehe wohl erst ab November/Dezember wieder zur Verfügung.
Stadt prüft, ob sie das obere Parkdeck eher freigeben kann
Doch auch dieser Termin ist hinfällig, wie jetzt feststeht. Der Zustand des Betons im Sohlenbereich der Anlage sei noch schlechter gewesen als erwartet, sagte Stadt-Sprecher Miethe der HAZ. Dies habe einen höheren Aufwand erfordert. Nun werde der zusätzlich aufgebrachte Beton nachgearbeitet, man müsse Entwässerungsrinnen und die Technikraumtür einbauen lassen, es folgten Malerarbeiten und die Oberflächenbeschichtung. Und in der Woche ab Montag, 4. Dezember, werde Beton in die Rampe eingebaut, die in das untere Parkdeck führe – die Beschichtung der Rampe zieht sich nach Einschätzung der Stadt noch bis Mitte Januar hin. Die Stadt prüfe aber gerade, ob sie das obere Parkdeck früher wieder freigeben könne, sagte Miethe.
Offen ist auch noch, was die Sanierung kostet. Die Verwaltung hatte zwar bereits eingeräumt, dass der Betrag über den veranschlagten 400.000 Euro liegen werde – und zwar mindestens um 100.000 Euro, wie eine Rathausmitarbeiterin im September im Finanzausschuss angedeutet hatte. Dessen Vorsitzender Frank Wodsack (CDU) befürchtete daraufhin, dass es am Ende mehr als 600.000 Euro werden.
Doch wie hoch die zusätzlichen Ausgaben nun genau ausfallen, steht immer noch nicht fest. Man prüfe das derzeit, erklärte Miethe. Die Stadt führt mit der Freigabe Gebühren in der Anlage ein; früher war das Parken dort kostenlos, es gab auch keine zeitlichen Beschränkungen. Die Zahl der Parkplätze sinkt von 60 auf rund 50, weil die Stadt die Boxen größer schneiden lässt.
