Kreis Hildesheim - Jetzt ist es amtlich: Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim offiziell über den Kennwert von 100 neuen Fällen in sieben Tagen je 100.000 Einwohner gestiegen. Das Landesgesundheitsamt gab den Wert am Donnerstag mit 104,4 an. Bei einer dauerhaften Inzidenz über 100 kommt es wieder zu Einschränkungen in verschiedenen Lebensbereichen.
Erwarteter Anstieg
Der Anstieg war erwartet worden. Am Mittwoch hatte die Landesbehörde noch ein Absinken auf einen Wert von 77,2 gemeldet – allerdings lag das daran, dass die Meldung neuer Fälle vom Landkreis-Gesundheitsamt an das Land wegen eines technischen Fehlers nicht funktionierte. Tatsächlich meldete das Kreis-Gesundheitsamt am Mittwochnachmittag 71 neue Fälle – hätte man diese hinzugezählt, wäre die Inzidenz schon am Mittwoch offiziell über 100 gestiegen.
Das Landesgesundheitsamt meldete jetzt für Mittwoch und Donnerstag zusammen 112 Neuinfektionen im Kreis Hildesheim. Legt man die 71 vom Mittwoch zugrunde, wären demnach am Donnerstag weitere 41 hinzugekommen.
Besserung in Hannover und Peine
Im landesweiten Durchschnitt stieg die Inzidenz am Donnerstag erneut an, diesmal von 100,0 auf 102,5. Dabei ging der Kennwert in der Region Hannover sogar wieder spürbar zurück, von 130,7 auf 120,8. Im Kreis Peine fiel sie ebenfalls, von 176,6 auf 173,9. In Salzgitter stieg sie hingegen wieder leicht von 184,1 auf 189,9. Den höchsten Wert in Niedersachsen hat weiter Cloppenburg (225), den niedrigsten weiter Goslar trotz Anstiegs von 24,2 auf 33,0.
Bundesweit stieg die Inzidenz am Donnerstag auf 113,3. Mit 22.657 Neuinfektionen verbuchte das Robert-Koch-Institut den höchsten Tageswert seit dem 14. Januar.
