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Hildesheimer Ostend: Biomarkt kurz vor Neueröffnung – und ein unerwarteter Mieter-Wechsel im Nachbargeschäft

Hildesheim - Im Neubau des Hildesheimer Beamten-Wohnungsvereins im Ostend zieht Leben ein, am 29. September eröffnet ein Bio-Supermarkt. Welche Geschäfte noch kommen – und welches nun doch weg bleibt.

Noch laufen Bauarbeiten, am 29. September soll aber der Alnatura-Markt im Ostend eröffnen. Foto: Chris Gossmann

Hildesheim - Auch wenn das Hildesheimer Neubaugebiet Ostend in weiten Bereichen noch Baustelle ist, Bagger und Kräne die Szenerie bestimmen, zieht nach und nach immer mehr Leben ein. Mieter und Besitzer leben zum Teil bereits in ihren Häusern und Wohnungen, Büroflächen sind belegt – und nun weitet sich auch das Gewerbe aus. Am 29. September steht die Eröffnung des ersten Hildesheimer Alnatura-Supermarkts an, rund 6000 Produkte will der Biowaren-Anbieter auf einer Fläche von etwa 700 Quadratmetern anbieten. Der Laden ist der sechste Alnatura-Markt Niedersachsens. Insgesamt betreibt das Unternehmen 145 Filialen in 45 Städten, viele davon in Baden-Württemberg (34) und Bayern (24).

Budni sollte Abwechselung bringen – daraus wird nichts

Das Gebäude, in dem Kundinnen und Kunden ab Ende September Bioware kaufen können, hat der Beamten-Wohnungs-Verein (BWV) gebaut. Die Immobilie ist ein kombinierter Wohn- und Gewerbebau, und neben Alnatura war als fester Mieter die Drogeriekette Budnikowsky vorgesehen. BWV-Vorstand Wolfgang Dressler hatte sich vor zwei Jahren bei der Bekanntgabe des vermeintlichen neuen Anbieters auf dem Hildesheimer Markt noch erfreut gezeigt, dass die vor allem im Hamburger Raum bekannte Marke Budni erstmals auch in Niedersachsen mit einem Laden präsent sein würde: „Das bringt Abwechslung in die Drogerielandschaft.“

Doch mit der Abwechslung wird es nichts: Budnikowsky hat die Expansion abgesagt und kommt nicht nach Hildesheim. Zu den Gründen äußert sich eine Unternehmenssprecherin auf HAZ-Nachfrage so: „Es ist eine Unternehmensentscheidung, den Fokus hinsichtlich der Drogerie-Fachmärkte auf Großstädte – in erster Linie auf den Ballungsraum Berlin – zu legen.“

Rossmann eröffnet im ersten Halbjahr 2023

Stattdessen zieht nun Rossmann ins Ostend. Durch den Wechsel verzögert sich die Eröffnung, die 670 Quadratmeter große Rossmann-Filiale wird nicht mehr in diesem Jahr an den Start gehen, sondern voraussichtlich im ersten Halbjahr 2023. Das hat Unternehmenssprecherin Franziska Merz auf HAZ-Nachfrage mitgeteilt. Die Ostendfiliale wird die sechste in der Stadt Hildesheim sein, bis zu 14 Beschäftigte sollen dort arbeiten.

Bekannt war bereits, dass ebenfalls im Erdgeschoss der BWV-Immobilie die Landbäckerei Grube eine Filiale betreiben wird, das Ladenlokal ist 280 Quadratmeter groß.

Friseur Huth zieht aus Bernwardstraße ins Ostend

Neu als gewerblicher Mieter ist Friseur Huth – und dessen Chef Sebastian Machens hat sich dafür entschieden, für den neuen Standort im Ostend die bisherige Filiale in der Bernwardstraße ganz aufzugeben. „Wir ziehen aus der Innenstadt weg“, bestätigt der Inhaber des alteingesessenen Friseursalons. Das komplette Team wird an Bord bleiben und mit ins Ostend wechseln, sagt Machens. „Alle freuen sich auf den neuen Standort.“

Eine 400 Quadratmeter große Gewerbefläche im BWV-Gebäude ist noch frei – und die ist für Gastronomie reserviert. Derzeit laufen nach Angaben des BWV-Chefs Wolfgang Dressler konkrete Verhandlungen „mit einer renommierten Restaurantkette“. Unterschrieben ist noch nichts, aber die Gespräche seien weit fortgeschritten.

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