Kreis Hildesheim - Auf der Deutschlandkarte des Robert-Koch-Instituts (RKI) ist Hildesheim inzwischen ein dunkelgelber Fleck zwischen lauter deutlich helleren Flächen: Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist am Samstag erneut leicht gestiegen. Das RKI meldete am Morgen einen Wert von 26,1, das ist der höchste Wert seit mehr als zwei Wochen. Am Freitag hatte die Inzidenz noch bei 24,3 gelegen. In Niedersachsen haben nur noch drei Kreise höhere Inzidenzwerte: Delmenhorst (37,4), Diepholz (26,7) und Vechta (26,6).
Ein Grund für die vergleichsweise hohen Zahlen dürfte der Ausbruch im Gymnasium Himmelsthür mit nunmehr 15 infizierten Schülerinnen und Schülern sein. Zudem ist dort die stärker ansteckende indische Variante erstmals im Landkreis Hildesheim nachgewiesen worden. Zugleich gibt es in mehr als der Hälfte aller Städte und Gemeinden gar keine bestätigten Corona-Fälle mehr.
Keine Corona-Statistik am Wochenende
Wie der Landkreis Hildesheim mitteilt, wird es am Wochenende keine aktuelle Corona-Statistik geben. Grund sei die "anhaltend sehr niedrige Zahl von Neuinfektionen“. Deswegen kehre man zum Melderhythmus Montag bis Freitag zurück.
Vierter Nachbar unter 10,0
Bundesweit fiel die Inzidenz am Samstag auf den nächsten Tiefstwert des Jahres, von 18,6 auf 18,3. Auch bezogen auf ganz Niedersachsen ging die Talfahrt weiter: Der Durchschnittswert sank von 11,1 auf 10,4.
Coronavirus im Kreis Hildesheim: Alle Informationen auf einen Blick
Weiterhin haben alle Nachbarkreise geringere Inzidenzwerte als Hildesheim. In der Region Hannover sank die Inzidenz erneut leicht von 13,3 auf 13,0. Im Landkreis Peine ging der Kennwert von 8,9 auf 7,4 zurück. Auch in Goslar (von 1,5 auf 2,2) und Hameln-Pyrmont (von 6,1 auf 5,4) sowie jetzt auch in Holzminden (von 14,2 auf 8,9) liegen die Inzidenzwerte unter 10,0 – dem mutmaßlichen Richtwert für weitere Öffnungsschritte in der nächsten Corona-Verordnung ab 25. Juni. Wobei die Entwicklung in Peine und auch Holzminden zeigt, wie schnell die Entwicklung nach zwischenzeitlich sehr hohen Inzidenzen wieder nach unten gehen kann.
Fünf Kreise bei 0,0
Im Kreis Wolfenbüttel blieb die Inzidenz stabil bei 13,4, in Salzgitter liegt sie ebenfalls konstant bei 17,3. In Northeim stieg die Inzidenz etwas von 15,9 auf 18,1.
Mit Mecklenburg-Vorpommern (5,3), Brandenburg (6,9), Sachsen-Anhalt (9,2) und Schleswig-Holstein (9,5) haben weiterhin vier Bundesländer Inzidenzen unter 10,0. Den höchsten Wert hat weiter Baden-Württemberg (26,0).Bundesweit liegen erstmals fünf Landkreise gleichzeitig bei einer Inzidenz von 0,0, es gab also seit sieben Tagen keine neuen Corona-Fälle mehr. Es handelt sich um Neumünster, Plön, Pirmasens, Prignitz und Tirschenreuth. Die höchste Inzidenz hat Lindau mit 75,6.
