Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim auch am Dienstag stabil geblieben, auch landes- und bundesweit gab es keinen weiteren Anstieg. Der Kennwert liegt im Raum Hildesheim bereits seit Freitag unverändert bei 6,9, in den vergangenen sieben Tagen gab es 19 neue laborbestätigte Corona-Fälle.
Für die Region Hannover meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) hingegen einen Inzidenzwert von 12,2. Damit liegen die Landeshauptstadt und ihr Umland zum dritten Mal in Folge über dem Grenzwert von 10,0. Folglich gelten in der Region ab Donnerstag die etwas schärferen Corona-Schutzmaßnahmen aus der nächsthöheren Kategorie des niedersächsischen Stufenplans. Eine entsprechende Allgemeinverfügung hat die Region bereits angekündigt. Dies betrifft vor allem Kontaktbeschränkungen, Feiern sowie Besuchsregeln für Discos, Clubs und Bars.
Belegung der Krankenhäuser als Maßstab
Unterdessen intensiviert sich die Debatte, ob auch künftig allein die Inzidenzzahlen Maßstab für die Corona-Regeln sein sollen oder ob die Belegung der Krankenhäuser und ihrer Intensivstationen in die Lagebewertung einfließen soll. Vertreterinnen und Vertreter Hildesheimer Krankenhäuser halten das für gut. In der neuen Landesverordnung, die am Freitag, 17. Juli, in Kraft treten soll, bleiben allerdings noch allein die Inzidenzwerte relevant.
Auf Bundesebene stiegen die Inzidenzzahlen von 6,4 auf 6,5. Allerdings dürfte dies vor allem daran liegen, dass Niedersachsen am Montag seine neuen Fälle zu spät gemeldet hatte und sie somit nicht mehr in der Statistik einflossen. Niedersachsen selbst liegt nun bei 5,8. Am Montag war der offizielle Wert laut Robert-Koch-Institut 5,5. Das Landesgesundheitsamt hatte aber erklärt, ohne die Datenpanne hätte die Inzidenz bei 5,9 gelegen. Real scheint der leichte Anstieg der Infektionszahlen in den vergangenen Tagen damit zumindest am Dienstag gestoppt zu sein.
Salzgitter als Verlierer
Der zweite große Verlierer ist die Stadt Salzgitter. Für sie wurde am Dienstagmorgen eine Inzidenz von 14,4 gemeldet. Salzgitter ist neben Hannover der zweite Ort, an dem es übers Wochenende vergleichsweise viele Neuansteckungen gab, die dem RKI zu spät gemeldet wurden. Das schlägt sich nun nieder. Salzgitter hat damit den aktuell zweithöchsten Inzidenzwert in Niedersachse hinter Wolfsburg (20,9).
Im Landkreis Peine liegt die Inzidenz hingegen weiter bei 3,7, in Wolfenbüttel bei 5,0. Der Landkreis Holzminden wahrte seinen Idealwert von 0,0, dort gab es weiterhin keine laborbestätigten Fälle. Im Landkreis Northeim blieb die Inzidenz bei 2,3, in Goslar bei 5,9, in Hameln-Pyrmont fiel sie wieder von 2,7 auf 2,0. Die Zahl der Landkreise mit Inzidenzen von 0,0 in Niedersachsen fiel wieder von sechs auf fünf: Außer Holzminden weisen auch Leer, Friesland, Cuxhaven und Wilhelmshaven keine Neuansteckungen in den vergangenen sieben Tagen auf.
Bundesweit gibt es weiter keine Hotspots. Die höchste Inzidenz hat der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen mit 24,2.
