Kreis Hildesheim - Die Hildesheimer Sieben-Tage-Inzidenz liegt seit dem 2. April unter 100 – und nach Einschätzung des Landkreises wird das von Dauer sein. Deswegen ist ab kommendem Mittwoch wieder der Besuch von Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten sowie der Schulunterricht im Szenario B für alle Jahrgänge nach den Ferien wieder erlaubt. Das teilt der Landkreis in einem Amtsblatt vom Ostermontag mit.
Seit dem 30. März galt Hildesheim als sogenannte Hochinzidenzkommune, weil die Sieben-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 100 lag. In der Folge mussten Kitas und Schulen sowie der Großteil der Geschäfte schließen.
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Grundlage für die Entscheidung ist die Niedersächsische Corona-Verordnung, laut der Kitas und Schulen in Hochinzidenzkommunen wieder öffnen dürfen, wenn die Corona-Inzidenz drei Tage lang unter 100 liegt. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern an.
Datenpanne in der vergangenen Woche bei der Inzidenz-Berechnung
Erstmals lag die Hildesheimer Sieben-Tage-Inzidenz bereits am 31. März mit 97,2 unter 100, auch für Gründonnerstag, 1. April, wurde ein Wert unter 100 ausgewiesen. Allerdings lag hier eine Datenpanne vor – die Inzidenz wurde dadurch mit 57,3 deutlich zu niedrig berechnet. Nach Angaben des Landkreises korrigierte das Landesgesundheitsamt den Wert anschließend auf 100,8.
Aus diesem Grund gilt der 2. April als Maßstab, weil die Inzidenz sich seit diesem Datum stabil unter 100 hält. Am Ostersonntag, 4. April, wurde dann der maßgebliche Zeitraum von drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 erreicht.
Wegen Ostern: Start erst am Mittwoch
Aufgrund der Ostertage geht es jedoch erst am Mittwoch wieder in den Kitas los: „Die Leitungen der Kindertageseinrichtungen müssen die Möglichkeit haben, ihre Beschäftigten zu informieren und die organisatorischen Vorbereitungen zu treffen“, sagt Erste Kreisrätin Evelin Wißmann zu dem Öffnungszeitpunkt. „Und auch die Eltern müssen über die neue Situation informiert werden. Durch die Feiertage hätten wir das nicht sicherstellen können. Hier war also eine Abwägung zwischen den Interessen der Eltern an einer zeitnahen Kinderbetreuung und einer realistischen Möglichkeit der Umsetzbarkeit für die Kitas zu treffen“.
Hildesheim bleibt Hochinzidenzkommune
Wichtig ist, dass der Landkreis Hildesheim erst einmal weiterhin als Hochinzidenz-Kommune gilt. Dieser Status kann erst nach sieben aufeinanderfolgenden Tagen mit einer Inzidenz unter 100 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern aufgehoben werden. Außerdem passiert die Aufhebung des Status nicht automatisch: Der Landkreis muss dies erst öffentlich bekanntgeben.
Dennoch sieht Wißmann Chancen darauf, dass Hildesheim den Status der Hochinzidenzkommune verlieren könnte: „Sofern sich über Ostern alle an die geltenden Kontaktbeschränkungen gehalten haben, besteht eine gute Chance, dass auch die noch bestehenden Einschränkungen zeitnah aufgehoben werden können“. Ob diese Lockerungen tatsächlich eintreten können, wird sich an der Entwicklung der Infektionszahlen in den nächsten Tagen zeigen.
