Inzidenz dauerhaft über 100

Kreis Hildesheim erklärt sich offiziell zur Hochinzidenzkommune

Hildesheim - Der Landkreis Hildesheim hat sich am Samstagnachmittag offiziell zur Hochinzidenzkommune erklärt. In mehreren Bereichen gelten damit ab Dienstag wieder strengere Corona-Regeln.

Der Landkreis Hildesheim ist nach drei Tagen in Folge mit einer Inzidenz von über 100 nun offiziell Hochinzidenzkommune. Foto: Werner Kaiser

Hildesheim - Er hatte es für den Fall der Fälle am Freitag bereits angekündigt und die Sieben-Tage-Inzidenz am Samstag ließ den Verantwortlichen keine Wahl: Der Landkreis Hildesheim hat sich am Samstagnachmittag offiziell zur Hochinzidenzkommune erklärt.

Offiziell im Amtsblatt

Die nötige Allgemeinverfügung wurde um 15.02 Uhr per Mail als Teil des Amtsblatts des Landkreises Hildesheim verschickt. Mit Wirkung zum 30. März wird der Landkreis damit zur Hochinzidenzkommune erklärt. Ab Dienstag müssen deshalb beispielsweise Geschäfte in Stadt und Landkreis wieder geschlossen bleiben und Kitas in die Notbetreuung wechseln.

Damit Kitas wieder so öffnen dürfen wie bisher, müsste die Inzidenz an drei Tagen hintereinander unter 100 liegen. Für erneute Öffnungen der Geschäfte muss der Wert sieben Tage unter dieser Grenze liegen.

Infektionsgeschehen „diffus“

Die Erklärung zur Hochinzidenzkommune ist nötig geworden, da der Landkreis am Samstag mit einer Inzidenz von 109,5 zum dritten Mal in Folge über dem relevanten Grenzwert von 100 liegt.



Das schnelle Handeln des Landkreises in dieser Sache sei insbesondere auch darin begründet, „dass die hohe Zahl der Neuinfektionen nicht auf klar begrenzte Hotspots zurückzuführen ist. Vielmehr handelt es sich um ein diffuses Infektionsgeschehen, das sich in unterschiedlicher Ausprägung über alle kreisangehörigen Kommunen erstreckt und dessen aktuelle Dynamik schnellstmöglich gebrochen werden muss“, teilt der Landkreis am Samstag mit.

Weitere Folgen als Hochinzidenzkommune

Die Erklärung zur Hochinzidenzkommune hat nicht nur für den Einzelhandel und Kitas Folgen. Es gelten ab Dienstag wieder verschärfte Kontaktbeschränkungen: Außerhalb der eigenen Wohnung sind dann wieder nur Kontakte zu den Personen des eigenen Hausstands und höchstens einer weiteren Person eines anderen Hausstands erlaubt. Sportliche Betätigungen sind nur noch zu zweit oder mit Personen des eigenen Hausstands zulässig, Kinder und Jugendliche dürfen nicht mehr in Gruppen von bis zu 20 trainieren.



Für Schulen sind die Tage vor dem Ende der nun beginnenden Osterferien relevant: Wenn vor dem Ferienende drei Tage am Stück mit einer Inzidenz unter 100 zusammenkommen, geht es im gewohnten Wechselmodell weiter. Wenn nicht, starten nur Grundschulen und Abschlussklassen am 12. April wieder mit Präsenzunterricht im Wechselmodell.

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