Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Hildesheim liegt am Samstag bei 109,5 – das hat das Landesgesundheitsamt gemeldet. Der Wert liegt damit noch einmal höher als am Freitag (107,0) und bleibt damit offiziell am dritten Tag in Folge über der relevanten 100er-Marke.
Den Mittwoch hatte der Landkreis offiziell nicht mitgezählt, obwohl es eine Datenpanne bei der Übertragung der Zahlen an das Landesgesundheitsamt gab – und der Landkreis, wären die Zahlen korrekt gezählt worden, bereits am Mittwoch über einer Inzidenz von 100 gelegen hätte.
Unmittelbare Folgen für Handel und Kitas
Durch den dritten Tag hintereinander über der 100er-Grenze müssen Kitas, Einzelhändler und Baumärkte im Landkreis Hildesheim Anfang nächster Woche wieder schließen. Die Kreisverwaltung hatte bereits am Freitag gegenüber der HAZ angekündigt, dass sie die für diesen Fall vorgesehene „Notbremse“ ziehen werde.
Formal muss sich der Landkreis nun, möglichst noch am Samstag, zur „Hochinzidenzkommune“ erklären und das auch offiziell im Internet veröffentlichen. Ab Dienstag müssen dann Geschäfte wieder geschlossen bleiben und Kitas in die Notbetreuung wechseln. Damit Kitas wieder so öffnen dürfen wie bisher, müsste die Inzidenz an drei Tagen hintereinander unter 100 liegen. Für erneute Öffnungen der Geschäfte muss der Wert sieben Tage unter dieser Grenze liegen.
Durch neue Verordnung drohen weitere Konsequenzen
Mit dem dreifachen Überschreiten der 100er-Marke drohen dem Landkreis zudem weitere Konsequenzen durch die geplante neue Corona-Verordnung, die voraussichtlich am Sonntag in Kraft tritt.
Darin ist vorgesehen, dass „Hochinzidenzkommunen“ mit einer Inzidenz von über 100 künftig nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 21 bis 5 Uhr verhängen können, auch für Teilbereiche einer Stadt oder eines Landkreises. Ab einer Inzidenz von 150 gälte den Plänen zufolge eine verpflichtende Ausgangssperre.
Blick auf die Nachbarn
Bleibt es bei diesen Plänen, könnte es eine solche verpflichtende Ausgangssperre im Kreis Peine geben. Dort liegt die Inzidenz am Samstag bei 158,0 (Freitag: 163,2). In der Region Hannover drohen diese Ausgangssperren, dort ist die Inzidenz erneut leicht angestiegen von 137,0 am Freitag auf 139,1 am Samstag. Die Stadt Salzgitter liegt mit 219,6, dem landesweit höchsten Wert, nun wieder über der 200er-Marke. Am Freitag lag der Wert noch bei 195,6.
Landesweit stieg die Inzidenz ebenfalls weiter von 111,2 am Freitag auf 113,8. Den niedrigsten Wert hat nach wie vor Goslar mit 41,1.
