Digitale Kontaktverfolgung

Kreis Hildesheim will Corona-App „Luca“ nun doch einführen

Kreis Hildesheim - Details stehen noch aus, doch die Entscheidung ist bereits gefallen. Die App soll Öffnungen bei Gastronomie, Veranstaltungen und im Privaten erleichtern.

Der Landkreis Hildesheim will die "Luca"-App nun doch einführen. Foto: dpa

Kreis Hildesheim - Der Landkreis Hildesheim will die Corona-App „Luca“ nun doch einführen. Vor einer Woche hatte sich die Kreisverwaltung dazu noch sehr skeptisch geäußert. Inzwischen hat Landrat Olaf Levonen (SPD) aber entschieden, dass der Landkreis doch auf „Luca“ setzt, wie die Pressestelle der Kreisverwaltung auf Nachfrage bestätigte: „Die Entscheidung ist gefallen, nachdem wir jetzt von Bundesinnen- und Bundesgesundheitsministerium die Bestätigung bekommen haben, dass keine datenschutzrechtlichen Bedenken bestehen und dass eine Einführung befürwortet wird.“

Details nannte sie noch nicht, so ist der genaue Zeitpunkt der Einführung noch offen. Und auch, was den Sinneswandel ausgelöst hat, ist noch nicht klar. „Wir haben derzeit auch viele andere Themen auf der Agenda“, erklärte Pressesprecherin Sabine Levonen dazu.

Verschlüsselt ans Gesundheitsamt

Unter anderem steckt die Kreisverwaltung aktuell in den Vorbereitungen für die Impfung von Personen der zweithöchsten Kategorie. Vor allem für die geplante Immunisierung von Grundschullehrern und Kita-Kräften wird derzeit ein erheblicher organisatorischer Aufwand betrieben.

Die „Luca“-App, die von dem Hip-Hop-Künstler Smudo („Die Fantastischen Vier“) mitentwickelt wurde, erfasst über einen QR-Code beim Betreten eines Geschäftes oder einer Einrichtung die Kontaktdaten. Zudem können Nutzer private Treffen dokumentieren. Im Falle eines Kontaktes zu einem Corona-Infizierten würden die Daten verschlüsselt an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt.

Gibt auch Hildesheimer Lösung

Voraussetzung neben der Teilnahme von Privatleuten sowie Gastronomen und anderen Betreibern von Geschäften und Einrichtungen: Das örtliche Gesundheitsamt macht mit. Sogar eine bundesweite, flächendeckende Einführung wird diskutiert.

Unterdessen hat auch ein Hildesheimer Startup eine App entwickelt, die eine Verbindung zwischen Kunden, Gastronomen und Gesundheitsamt schafft, zudem Reservierung und Bezahlung im Restaurant ermöglicht.

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