Flüchtlingspolitik

Neue Unterkunft für Geflüchtete in Lamspringe – Sarstedter Unterkunft wird aufgelöst

Kreis Hildesheim - Die Notunterkunft für Geflüchtete in einer Sarstedter Sporthalle hat ausgedient. In Lamspringe enststeht hingegen eine neue Unterkunft. Neuigkeiten gibt es auch zur geplanten Unterbringung von Asylbewerbern im kleinen Dorf Ummeln.

Die Flüchtlingsunterkunft in der Sarstedter Sporthalle wird schon bald aufgelöst. Foto: Katharina Franz/HAZ-Archiv

Kreis Hildesheim - Bei der Unterbringung der Flüchtlinge im Kreis Hildesheim gibt es erneut Veränderungen. Die Sporthalle in Sarstedt, derzeit noch als Notunterkunft genutzt, geht ab Mitte Mai in den Normalbetrieb über, wie Kreissprecherin Birgit Wilken mitteilte. Die Geflüchteten, die derzeit dort untergebracht sind, werden Anfang Mai in andere Unterkünfte umziehen.

Damit ist dort schon bald wieder Schul- und Vereinssport möglich. Die derzeit dort untergebrachten Menschen werden in bestehende Unterkünfte – etwa in ein Hotel in Bockenem – umziehen. Weiterhin bestehen bleibt hingegen die Notunterkunft in der Alfelder Sporthalle.

In Lampspringe wiederum entsteht eine neue Unterkunft. Schon länger war bekannt, dass in der Südkreis-Gemeinde Geflüchtete untergebracht werden sollen. Nun hat die Kreisverwaltung erstmals offiziell bestätigt, dass die ehemalige kreiseigene Realschule dauerhaft als Gemeinschaftsunterkunft genutzt werden soll. Bereits Anfang April sei mit den Umbauarbeiten begonnen worden, die Mitte Juli abgeschlossen werden sollen.

Als Grund für die Einrichtung der neuen Unterkunft nennt der Landkreis in einer Mitteilung den „enormen Unterbringungsbedarf“. 25 bis 30 Asylbewerberinnen und Asylbewerber werden dem Landkreis derzeit pro Woche zugewiesen. Sie kommen noch zu den ukrainischen Geflüchteten hinzu. Für 2200 Menschen aus der Ukraine hat der Landkreis seit Beginn des russischen Angriffskriegs ein neues Zuhause gefunden. Dabei sind die ukrainischen Menschen, die in der Stadt Hildesheim untergekommen sind, noch gar nicht einberechnet.

Nach und nach Umzug aus Ummeln

Neuigkeiten gibt es auch zur geplanten Neuausrichtung der Unterkunft im Hotel Messehof im 500-Seelen-Dorf Ummeln. Die dort untergebrachten Ukrainerinnen und Ukrainer sollten nach früheren Angaben bis Mitte April/Ende Mai ausziehen – und Platz für Asylbewerber aus unterschiedlichen Ländern machen. Die ukrainischen Geflüchteten aus Ummeln wiederum werden künftig in Wohnungen oder im ehemaligen Relexa-Hotel Bad Salzdetfurth leben, wenn ihnen noch keine Wohnungen zugewiesen werden können.

Der Umzug aus Ummeln soll nach Angaben von Kreissprecherin Wilken nun nach und nach erfolgen. Konkreter äußert sie sich auf HAZ-Anfrage nicht zum Zeitplan. Als die Pläne zur künftigen Nutzung des Ummelner Messehotels bekannt wurden, gab es deutliche Kritik. Sowohl der Ummelner Ortsbürgermeister Bernd Ingelmann als auch Algermissens Gemeindebürgermeister Frank-Thomas Schmidt hatten kritisiert, dass unter den derzeitigen Bedingungen eine Unterbringung von Asylbewerbern dort eigentlich nicht in Frage kommt.

Sicherheitsdienst in Ummeln

Denn schon seit langem wird kritisiert, dass es zu wenig Betreuung für die Menschen in dem kleinen Dorf gibt, in dem zudem keine Einkaufsmöglichkeit und nur beschränkte Busverbindungen vorhanden sind. Und die mangelhafte Betreuung, da sind sich Ingelmann und Schmidt einig, wird erst recht zum Problem, wenn in Ummeln Asylbewerber untergebracht sind. Auch einen Sicherheitsdienst sollte es nach Ansicht der Verantwortlichen vor Ort geben.

Der Landkreis hatte angekündigt, diese Fragen zu klären. Nun steht laut Kreissprecherin Wilken immerhin fest, dass es sowohl einen Sicherheitsdienst als auch eine Betreuung geben wird. „Über den Umfang der Betreuung wird noch entschieden, es wird aber auf alle Fälle aufgestockt“, berichtet Wilken. Derzeit kümmert sich eine Mitarbeiterin des Vereins Asyl e.V. mit einer halben Stelle um die Menschen in der Ummelner Unterkunft.

  • Region
Anmerkung zum Artikel

Sie haben einen Fehler im Artikel gefunden? Oder haben Sie weitere Informationen zu dem Thema für uns? Dann teilen Sie uns diese gerne mit.