Ausbreitung des Coronavirus

Nur vier Kreise in Niedersachsen haben eine höhere Inzidenz als Hildesheim

Kreis Hildesheim - Der Kennwert liegt am Freitag bei 24,3, während bundesweit die Zahlen weiter sinken. Ein Faktor ist der Ausbruch am Gymnasium Himmelsthür. Zwei Nachbarn lockern heute.

Die Corona-Inzidenz im Landkreis Hildesheim ist am Freitag wieder leicht auf 24,3 gestiegen. Foto: Felix Kästle/dpa

Kreis Hildesheim - Die Sieben-Tage-Inzidenz für Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist im Landkreis Hildesheim am Freitag wieder leicht gestiegen. Das Robert-Koch-Institut meldete am Morgen einen Wert von 24,3. Am Donnerstag hatte die Inzidenz bei 22,8 gelegen. In Niedersachsen haben nur die Kreise Delmenhorst (37,4) Vechta (29,4), Diepholz (29,0) und Stade (24,4) höhere Werte.

Ein Grund für die vergleichsweise hohen Zahlen dürfte der Ausbruch im Gymnasium Himmelsthür mit 14 infizierten Schülerinnen und Schülern sein. Zudem ist dort die stärker ansteckende indische Variante erstmals im Landkreis Hildesheim nachgewiesen worden. Unklar ist, in wie weit sich das Virus auch in den Familien der Betroffenen verbreitet. Dazu macht das Gesundheitsamt bislang keine Angaben.

Rückgang bei allen Nachbarn

Bundesweit fiel die Inzidenz hingegen am Freitag weiter, von 19,3 auf 18,6. Und auch bezogen auf ganz Niedersachsen ging die Abwärts-Entwicklung trotz flächendeckender Lockerungen in den vergangenen Wochen weiter: Der Durchschnittswert sank von 12,0 auf 11,1.

Weiterhin haben alle Nachbarkreise geringere Inzidenzwerte als Hildesheim. Im Landkreis Peine ging der Kennwert noch einmal von 9,6 auf 8,9 zurück. Auch in Goslar (weiter 1,5) und Hameln-Pyrmont (von 6,7 auf 6,1) liegen die Inzidenzwerte unter 10,0 – dem mutmaßlichen Richtwert für weitere Öffnungsschritte in der nächsten Corona-Verordnung ab 25. Juni.

Lockerungen für Wolfenbüttel

In der Region Hannover sank die Inzidenz nochmals leicht von 13,6 auf 13,3. Im Kreis Wolfenbüttel fiel sie deutlich von 18,1 auf 13,4, in Salzgitter ebenfalls spürbar von 22,1 auf 17,3. In beiden Kreisen gelten ab sofort die Regeln für dauerhafte Inzidenzen unter 35, die im Kreis Hildesheim schon seit Mittwoch vergangener Woche herrschen. Gleiches gilt für Holzminden, wo der Kennwert bei 14,2 verharrte. In Northeim fiel die Inzidenz von 18,1 auf 15,9.

Mit Mecklenburg-Vorpommern (6,0), Brandenburg (7,8), Schleswig-Holstein (9,4) und Sachsen-Anhalt (9,9) haben inzwischen vier Bundesländer Inzidenzen unter 10,0 erreicht. Den höchsten Wert hat weiter Baden-Württemberg (25,2).

Ein Kreis bei 0,0

Mit dem bayerischen Landkreis Tirschenreuth hat aktuell ein Landkreis in Deutschland einen Inzidenzwert von 0,0, es gab also seit sieben Tagen keine neuen Corona-Fälle mehr. Die höchste Inzidenz hat Schweinfurt – ebenfalls in Bayern – mit 74,9.

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