Verkehr

Ortsrat fordert weiter Lösungen für Scharfe Ecke in Itzum – Polizist schlägt Optionen vor

Hildesheim - Seit Jahren beschäftigt sich der Ortsrat Itzum/Marienburg mit der Verkehrssituation an der Scharfen Ecke. An der Sitzung hat auch die Polizei teilgenommen, die eine Einschätzung gab. Welche Hoffnung Ortsbürgermeisterin Beate König hat.

Die Scharfe Ecke in Itzum ist seit Jahren ein Problempunkt.  Foto: Andreas Mayen

Hildesheim - Die Scharfe Ecke bleibt aus Sicht des Ortsrats Itzum/Marienburg in Sachen Verkehrssicherheit ein Problem. Daher hat der Ortsrat die Stadtverwaltung aufgefordert, die dortige Verkehrssituation erneut zu überprüfen. Schwierig sei vor allem der Übergang vom Tossumer Weg auf die südliche Straßenseite der Beusterstraße. Für Kinder, die im Tossumer wohnen, führt der Schulweg an einer Stelle über die Straße, die weder mit einer Ampel noch einem Zebrastreifen gesichert ist.

An der Scharfen Ecke gilt Tempo 50, bei Nässe darf dort lediglich Tempo 30 gefahren werden. „Tempo 30 bei Nässe reicht nicht aus“, schätzt Lars Beisenherz, Kontaktbeamter der Polizei, die Situation ein. Laut Beisenherz seien dort Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs. Damit meint er nicht nur Autofahrer, sondern auch Radfahrer, die an dem Gefälle Richtung Scharfe Ecke erhebliche Geschwindigkeiten erreichen können.

König hofft auf eine Sanierung der Brücke

Beisenherz bringt mehrere Lösungen ins Spiel. Möglich sei eine Fahrbahnverengung oder ein Zebrastreifen im Tossumer Weg oder der Zuwegung zum Louisgraben. Doch Ortsbürgermeisterin Beate König (SPD) bremst die Erwartungen, weil vor allem die Innerstebrücke an der Beusterstraße kaum eine andere Verkehrsführung zulässt. Sie setzt ihre Hoffnung auf eine Sanierung der Brücke, die, wie andere Brücken der Stadt, auf ihre Standfestigkeit untersucht wird. „Wenn die Brücke erneuert wird, dann verbessert sich auch die Situation“, sagt König.

Bei einem Blick auf die Unfallstatistik zeigt sich, dass die Scharfe Ecke ein Unfallschwerpunkt ist, insbesondere bei Nässe. In den Jahren 2022 bis 2024 kam es nach Angaben der Polizei zu 29 Unfällen, drei Personen wurden leicht verletzt. Was auffällt: Bei 22 Unfällen war die Fahrbahn nass oder zumindest feucht. Als Reaktion hat die Stadt an der Scharfen Ecke ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde bei Nässe angeordnet. „Das hat zu einer Reduzierung der Unfallzahlen geführt“, sagt Polizeisprecher Jan Makowski.

Kein Unfall an Übergang

Ein noch genauerer Blick auf die Unfallstatistik zeigt: Bei fast allen Unfällen waren Fahrzeuge beteiligt, die aus Richtung Bundesstraße 243 gekommen sind. Verletzt wurde kein einziger Fußgänger. Der in der Ortsratssitzung genannte Übergang vom Tossumer Weg über die Beusterstraße zeigt in der Statistik keine Auffälligkeit. Dort hat es seit 2022 keinen einzigen Unfall gegeben.

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