Hildesheim - Die Hildesheimer Staatsanwaltschaft und Polizei suchen weiterhin nach dem Mann, der im Februar einen Kiosk in der Einumer Straße überfallen hat.
Der Mann betrat den Kiosk am 5. Februar gegen 20.25 Uhr und erbeutete Geld und Zigaretten – dabei bedrohte er eine Verkäuferin mit einem langen Messer, ehe er mit der Beute floh. Ende Februar veröffentlichten die Ermittlungsbehörden Videoaufnahmen und erste Bilder des Räubers. Nun zeigen sie erneut Fotos, die auch das vermummte Gesicht des Mannes von Nahem zeigen – einzig die Augen sind zu erkennen, der Rest des Gesichts ist von einer roten Maskierung und einer schwarzen Kapuze verborgen. Zudem trug der Mann ein rotes Halstuch und einen weißen Handschuh über der linken Hand. Die Behörden schätzen, dass er – entgegen früherer Vermutungen – jünger als 25 Jahre alt sein könnte und hoffen nun auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung, die ihnen bei den Ermittlungen helfen.
Weiterhin Ermittlungen gegen zwei verhaftete Hildesheimer
Der Überfall im Februar war Teil einer regelrechten Serie. Anfang des Jahres waren zahlreiche Geschäfte im Stadtgebiet Ziel von Verbrechern, die unter anderem Tankstellen und Drogerien überfielen. Mitte Mai nahm die Polizei einen 20-jährigen Hildesheimer fest, der für mehrere dieser Überfälle verantwortlich sein soll – ein 18-jähriger mutmaßlicher Kumpane von ihm, den die Polizei ebenfalls suchte, stellte sich neun Tage später. Der 18-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft, gegen die Männer wird ermittelt. Die Behörden wollen seit der Festnahme klären, ob einer der beiden ebenfalls für den Überfall in der Einumer Straße verantwortlich ist.
Wie weit diese Ermittlungen vorangeschritten sind, ist unklar. Auf Anfrage sagt die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Christina Wotschke dazu lediglich, dass weiterhin „in alle Richtungen“ ermittelt werde und dass die jüngste Öffentlichkeitsfahndung Teil dieser Ermittlungen sei. Die Wahrscheinlichkeit, dass einer der beiden verhafteten Hildesheimer auch den Kiosk überfallen hat, sei zwar weiterhin „nicht hundertprozentig ausgeschlossen“. Doch offenbar könnte auch eine bislang unbekannte dritte Person für den Überfall verantwortlich zeichnen.






