Bei Bauarbeiten der EVI

Dammstraße in Hildesheim: Nun auch Gewölbereste auf der anderen Seite der Innerste-Brücke entdeckt

Hildesheim - Bei Bauarbeiten der EVI in der Dammstraße in Hildesheim sind am Freitag direkt hinter der Ostseite der Innerste-Brücke mehrere Gewölbeteile entdeckt worden, unter denen sich Hohlräume befinden. Das Erscheinungsbild erinnert sehr an die historische Brücke auf der anderen Flussseite.

In der Dammstraße sind auf der Ostseite der Innerstebrücke Gewölbereste gefunden worden, die sehr dem Erscheinungsbild der historischen Brücke auf der Westseite des Flusses ähneln. Wegen der Entdeckung des Bauwerks ist die Dammstraße seit Mai 2022 gesperrt. Foto: Rainer Breda

Hildesheim - Bei Bauarbeiten der EVI in der Dammstraße sind am Freitag direkt hinter der Ostseite der Innerste-Brücke Reste mehrere Gewölbeteile entdeckt worden, unter denen sich Hohlräume befinden. Die Bauwerke ähneln auf den ersten Blick sehr dem Erscheinungsbild der 850 Jahre alten Brücke, die vor zweieinhalb Jahren auf der anderen, westlichen Seite der Innerste-Brücke unter der Dammstraße gefunden wurde. Ob es sich tatsächlich um den östlichen Bereich der historischen Brücke handelt, müssen nun Archäologen klären – und auch, welche Folgen der Fund hat.

Noch am Mittwoch hatte Baudezernentin Andrea Döring im Stadtentwicklungsausschuss betont, sie werde den östlichen Teil der Dammstraße nicht anrühren, „weil wir dort nicht etwas finden möchten, was nachher dazu führt, dass die Straße wieder gesperrt werden muss“. Was die Stadtbaurätin offensichtlich nicht wusste: Die EVI ist dort derzeit im Einsatz, um eine Wasserleitung wieder ans Netz zu bringen, die im Zuge der Arbeiten auf der Westseite vorübergehend stillgelegt worden war.

Archäologe informiert Stadt und Land über die „Auffälligkeiten“

Die EVI lässt den Eingriff wie vorgeschrieben von einer Grabungsfirma begleiten. Deren Mitarbeiter machte am Freitagmorgen eine „Auffälligkeit“ (so EVI-Sprecherin Katrin Groß gegenüber der HAZ) im Erdreich aus. So sind etwa zwei Meter unter der Fahrbahn mehrere Gewölbe zu sehen, dazwischen verläuft eine Leitung, die dem Augenschein nach vor mehreren Jahrzehnten verlegt worden ist und das Bauwerk, zu dem die Gewölbeteile gehört haben könnten, vermutlich durchtrennt hat. Der begleitende Archäologe informierte noch am Freitag wie gesetzlich verlangt sofort die Stadt-Archäologie als auch das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege. Dessen Vertreter Dr. Marcus Blaich schaute sich den Fund daraufhin noch am Freitagnachmittag an; er kündigte für Anfang nächster Woche eine weitere Stellungnahme an. Blaich hat die Arbeiten an der historischen Brücke auf der anderen Innerste-Seite in den vergangenen zwei Jahren federführend begleitet; das Landesamt hat dabei wegen der besonderen Bedeutung des Bauwerks das Sagen.



Rathaus-Sprecher Helge Miethe sagte auf Anfrage der HAZ, es habe laut EVI bei Bauarbeiten auffällige Funde gegeben, die durch die begleitenden Archäologen weiter bearbeitet würden. Die Stadt habe bis dato keine weiteren Erkenntnisse. „Sobald uns nähere Informationen dazu vorliegen, um was es sich handelt und ob sich daraus Folgen ergeben, informieren wir darüber “, versprach Miethe.


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