Modellprojekt

Hildesheim wird voraussichtlich am 12. April mit „sicherer Zone“ starten

Hildesheim - Hildesheim ist Teil eines niedersächsischen Modellprojekts und bekommt eine „sichere Zone“. Oberbürgermeister Ingo Meyer spricht über den Beginn des Projekts, die Zugangskontrollen und Probleme, die noch gelöst werden müssen.

Hildesheims Oberbürgermeister Ingo Meyer freut sich, dass Hildesheim für das Modellprojekt „Sichere Zone“ ausgewählt worden ist. Foto: Archiv

Hildesheim - Die Stadt Hildesheim ist eine von 14 niedersächsischen Städten, die für das Modellprojekt „sichere Zonen“ ausgewählt worden ist. Über den positiven Bescheid am Sonnabend freute sich der Verwaltungschef Ingo Meyer. „Wir haben mit einigen wenigen Leuten intensiv am Konzept gearbeitet, natürlich in der Hoffnung, erfolgreich zu sein“, sagte er.

Besonders freue ihn die positive Entscheidung für die Gewerbetreibenden, die im Zuge des Projekts nun ihre Läden öffnen dürfen. Montag, 12. April soll es soweit sein – wenn nichts dazwischen kommt. Immerhin könne auf Bundesebene noch die Entscheidung für einen harten Lockdown fallen. „Dann würden wir über eine Verschiebung nachdenken“, so Meyer. Er könne sich vorstellen, dass das Land Niedersachsen sich damit einverstanden erklärt. Aber das sei nur Spekulation.



Die Stadt hat den Antrag gemeinsam mit dem deutschen Hotel und Gaststättenverband (Dehoga), der Industrie- und Handelskammer (IHK), den Freundlichen Hildesheimern und dem Landkreis als offiziellen Partner gestellt. Nur eine Woche hatten die Mitstreiter Zeit, ihr Konzept auszuarbeiten. Klar, dass in der Kürze der Zeit nicht alle Einzelheiten geklärt werden konnten. „Ende der kommenden Woche wird es weitere Details geben“, kündigt Meyer an.

Die Lenkung der Besucherströme soll über die Testkapazitäten reguliert werden. Wird die Stadt zu voll, soll die Anzahl der Tests eingeschränkt werden und die Geschäfte weiteren Kunden den Zugang verwehren. Insgesamt, so Daniela Behrens, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, hätten sich mache Kommunen über die Besucherlenkung zu wenig Gedanken gemacht.



In Hildesheim wird sich die Logistik aus Personendaten, der Checkpoint-App und einer Testung, die aktuell und negativ sein muss, zusammensetzen. Dabei verweist Meyer darauf, dass Corona-Tests nicht nur im Hil-care-Testzelt auf der Lilie möglich sind. Auch Apotheken bieten diese Tests an. Doch es gibt noch eine Schnittstellenproblematik. Denn das Testergebnis muss in das Gesamtsystem eingespeist werden, damit auf die Daten der Person zurückgegriffen werden kann. An dieser Problematik muss noch gefeilt werden.

Wenn eine Apotheke im Landkreis aber die Möglichkeit hat, die Daten ins System einzuspeisen, kann man sich auch am Wohnort testen lassen, um danach die sichere Zone anzusteuern. Für Meyer bietet die Teilnahme am Niedersächsischen Modellprojekt Chancen. Auch für Gewerbetreibende, die davon aktuell noch nicht profitieren. Die dreiwöchige Testphase lohnt sich Meyers Ansicht nach, denn dann wird sich zeigen, ob der Plan der sicheren Zonen aufgeht. Tut er das, würden viele davon profitieren.

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