Hotel-Neubau

Nach Harzresort, Wienerwald und Aussichtsturm: Hildesheimer Investoren planen weiteres Multi-Millionen-Projekt für Torfhaus

Hildesheim/Torfhaus - Die Hildesheimer Lüder-Gruppe hat in den vergangenen Jahren massiv in den Harz-Tourismus investiert – und bereits die Baugenehmigung für ein weiteres Großprojekt in Torfhaus in der Tasche.

So sieht der bisherige Entwurf für das geplante Hotel in Torfhaus aus, dass die Investoren aus Hildesheim bauen wollen. Foto: Nature Resort Investment GmbH

Hildesheim/Torfhaus - Nachdem Torfhaus im Harz lange Zeit im touristischen Dornröschenschlaf gelegen hatte, wächst das Angebot in der mit rund 800 Metern höchst gelegenen Siedlung Niedersachsens seit 2013 fortlaufend. Vorangetrieben durch die Hildesheimer Lüder-Gruppe. Begonnen hat es mit der Errichtung eine Ferienhaussiedlung, dem Torfhaus Harzresort. Zuletzt folgte 2023 die Eröffnung des Aussichtspunkts Harzturm und des ersten Standorts der wiederbelebten Wienerwald-Kette.

Start mit Ferienhäusern im Harzresort

Immobilienunternehmer Sebastian Lüder und seine Geschäftspartner wollen weiter investieren. Und zwar im großen Stil. Als nächstes Projekt wollen die Hildesheimer – voraussichtlich wird die Torfhaus Harzresort GmbH für das Vorhaben verantwortlich zeichnen – ein Wellnesshotel bauen. Die derzeit prognostizierten Kosten liegen nach Angaben von Hannes Mairinger, Geschäftsführer der ebenfalls zur Lüder-Gruppe gehörenden Nature Resort Investment GmbH, bei rund 30 Millionen Euro.

Erste Überlegungen, inTorfhaus neben der Ferienhaussiedlung auch noch ein Hotel zu bauen, habe es bereits 2018 gegeben, berichtet Mairinger auf Nachfrage der HAZ. „Wir haben dann die verschiedensten Möglichkeiten in 2019 eruiert, haben aber die Planung des Harzturms vorgezogen“, so Mairinger. Zusätzlich hätten die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des verheerenden Brandes des ab 2015 betriebenen Restaurants Halali im Jahr 2020 die Planungen gebremst. „Dies alles, gepaart mit der Energiekriese sowie der Explosion der Baukosten hat dazu geführt , dass wir das Projekt Hotel vorläufig zurückgestellt haben“, erklärt Mairinger. Die Baugenehmigung liegt aber seinen Angaben nach bereits seit November 2023 vor, und dass das Projekt weiterhin umgesetzt werden soll, daran lässt er keinen Zweifel.

Investitionskosten von rund 30 Millionen Euro geplant

Zum weiteren Zeitplan kann Mairinger derzeit allerdings noch keine konkreten Angaben mache. Wohl aber zu anderen Details. Rund 30 Millionen Euro sind die derzeit kalkulierten Investitionskosten, das Land Niedersachsen hat nach Maringers Angaben zugesagt, rund zehn Prozent der Summe als Förderung zu übernehmen.

Das Wellnesshotel solle rund 70 Doppelzimmer haben, die ganze Anlage werde künftig Gästen einen „gehobenen Standard“ bieten, sagt Mairinger, und er ergänzt selbstbewusst: „Torfhaus ist sicher eines der herausragenden Leuchtturmprojekte im Harz.“ Die wiederholten Investitionen und die „konstante qualitative Weiterentwicklung“ durch die Lüder-Gruppe hätten für den gesamten Tourismus im Harz eine Bedeutung. „Auch die Eröffnungen unseres Restaurants Wienerwald und des Harzturms haben für eine nicht unerhebliche Steigerung der Attraktivität gesorgt.“ Die Besucher- und Umsatzzahlen des Wienerwald-Standorts seien „signifikant“ höher, als sie im Vorgänger-Restaurant Halali bis zu dessen Zerstörung durch ein Feuer gewesen seien.

Wienerwald soll weiter expandieren

Die Wienerwald-Eröffnung in Torfhaus sollte auch der Startschuss für die geplante Expansion der Kette sein. Als nächste Standorte sind Dresden und Hildesheim vorgesehen. Zum genauen Zeitplan gibt es allerdings keine aktuellen Auskünfte aus dem Hause Lüder. Auf der Homepage der Gruppe heißt es zu den angekündigten Filialen in Sachsen und in Hildesheim weiterhin: Coming soon.

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