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Notbremse: Hier in Niedersachsen gelten jetzt Ausgangssperren

Hannover - In Deutschland gilt nun die Bundes-Notbremse – das hat auch unmittelbare Auswirkungen für viele Landkreise und Städte in Niedersachsen. Hier gelten Ausgangssperren.

Unter anderem in der Region Hannover gelten ab Samstag, 24. April, durch die neuen bundeseinheitlichen Corona-Regeln erneute nächtliche Ausgangssperren. Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Hannover - In Deutschland gilt nun die Bundes-Notbremse – das hat auch unmittelbare Auswirkungen für viele Landkreise und Städte in Niedersachsen. Die mit den neuen bundeseinheitlichen Corona-Beschränkungen festgelegten nächtlichen Ausgangsbeschränkungen greifen von Samstag an in 17 von 45 niedersächsischen Landkreisen und Großstädten.



Dies ergibt eine Auswertung der Sieben-Tages-Inzidenz nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI), die dafür anstelle der Länderdaten künftig herangezogen werden. Wegen Meldeverzögerungen an das RKI weichen die Daten voneinander ab.

Kein Ausgang zwischen 22 und 5 Uhr

Weder die Landesregierung noch das Gesundheitsministerium in Hannover verfügten am Freitag zunächst über eine Auflistung, wo die Ausgangsbeschränkungen nach der Bundes-Notbremse greifen. Zwei von Hildesheims Nachbarregionen, der Landkreis Peine und die Region Hannover, hatten bereits am Freitag Ausgangssperren angekündigt. Im Kreis Hildesheim selbst gilt derzeit keine nächtliche Ausgangssperre.

Für Landkreise, die am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten haben, gelten ab Samstag Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens. Bis Mitternacht darf man sich noch allein an der frischen Luft bewegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Coronavirus-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner es binnen einer Woche gab.

Die Lage im Kreis Hildesheim

Auch der Landkreis Hildesheim lag seit Dienstag über dem relevanten Grenzwert von 100 – allerdings laut den Zahlen des Niedersächsischen Gesundheitsamts. Eigentlich hätte der Landkreis sich deshalb am Donnerstag zur Hochinzidenzkommune erklären müssen, damit wären unter anderem verschärfte Regeln für Kitas und Schulen verbunden gewesen.



Doch mit Blick auf das nahende Inkrafttreten der Bundes-Notbremse, für die die RKI-Zahlen gelten, wies das Land den Landkreis jedoch an, bereits rückwirkend ab Dienstag die RKI-Zahlen geltend zu machen. Und bis Samstag lag der Landkreis Hildesheim laut RKI mit seiner Inzidenz unter 100. Am Samstag dagegen überschritt er zum ersten Mal diese Grenze.

Hier gelten Ausgangssperren

Nach Auswertung der RKI-Daten sind ab Samstag folgende Landkreise oder kreisfreien Städte von nächtlichen Ausgangssperren betroffen:

  • Cloppenburg
  • Emsland
  • Grafschaft Bentheim
  • Helmstedt
  • Nienburg
  • Oldenburg
  • Osnabrück
  • Peine
  • Schaumburg
  • Stade
  • Vechta
  • Wolfenbüttel
  • Region Hannover
  • Delmenhorst
  • Osnabrück
  • Salzgitter
  • Wolfsburg

mit dpa

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