Verkehr

Viel Verwirrung um neue Verkehrsführung am Hildesheimer PvH – und ab Mittwoch erhebliche Behinderungen

Hildesheim - Am Hildesheimer Hindenburgplatz gibt es eine neue Verkehrsführung, die führt allerdings nicht nur zu großer Verwirrung, sondern auch zu gefährlichen Situationen. Und am Mittwoch rücken erneut Bauarbeiter an der Kreuzung an.

Mit einem Ausrufezeichen weist die Stadt auf die veränderte Verkehrsführung am Hindenburgplatz in Hildesheim hin.  Foto: Joscha Röhrkasse

Hildesheim - Wer jüngst per Auto oder Rad am Hindenburgplatz vorbeigekommen ist, dürfte es schon bemerkt haben: Die Stadt hat die lange angekündigte, und von der Politik bereits vor 13 Jahren beschlossene, neue Verkehrsführung, die den Durchgangsverkehr aus der Innenstadt fernhalten soll, endlich umgesetzt – zumindest provisorisch und zunächst auch nur an der Kreuzung Hindenburgplatz.

Dort ist es infolgedessen am Wochenende und zum Wochenstart bereits zu Szenen der Verwirrung gekommen: Während sich einige Autofahrer schon an die frisch aufgebrachten gelben Fahrbahnmarkierungen hielten, nutzten andere immer noch die alten Spuren, und sei es aus Gewohnheit. So kam es mitunter dazu, dass Rechtsabbieger aus der Schuhstraße plötzlich zwei Spuren zum Abbiegen nutzten – die für Busse und Fahrräder reservierte rechte Spur und die mittlere, die nach der neuen Verkehrsführung für Geradeausfahrer und Rechtsabbieger vorgesehen ist. Im Kreuzungsbereich kam es dadurch immer wieder zu mehr oder weniger unkoordinierten Einfädelungsversuchen. Ein ähnliches Problem zeigte sich auch auf der gegenüberliegenden Seite an der Goslarschen Straße, wo Autos ebenfalls die Busspur nutzten.

Was bedeutet der grüne Pfeil auf der Fahrradampel?

Unklar scheint dann auch einigen Radfahrern zu sein, was der grüne Pfeil auf der Fahrradampel bedeutet. Am Dienstag kam es so fast zu einem Zusammenstoß eines Autos mit einer Fahrradfahrerin, die wohl das grüne Signallicht mit dem Fahrrad-Symbol als Zeichen dafür interpretiert hatte, geradeaus über die Kreuzung fahren zu dürfen. Tatsächlich richten sich die beiden Fahrradampeln an der Kreuzung aber (Schuhstraße/Zingel) ausschließlich an rechtsabbiegende Fahrradfahrer, worauf der Pfeil unter dem Fahrrad-Symbol hinweist. Wer hier mit dem Fahrrad geradeaus oder nach links fahren will, habe die Ampel zu beachten, die auch für Autos und Lastwagen gelte, erklärt eine Mitarbeiterin der Stadt auf HAZ-Nachfrage.

Sie können das Bild hinein- und herauszoomen und sich so die genaue Verkehrsführung der einzelnen Spuren am Hildesheimer Hindenburgplatz anschauen.

Zu weiterer Verwirrung hat am Dienstag auch die jahrelang ungenutzte, jetzt plötzlich aktive Vorampel in der Schuhstraße beigetragen. Die hat laut der Stadt eigentlich den Zweck, Autos aufzuhalten, damit Radfahrende und Busse bis an die Kreuzung vorfahren können. Weil die Vorampel für diese Regelung aber noch keine eindeutigen Zeichen besitzt, werde sie am Mittwoch vorerst wieder abgeschaltet. Am selben Tag will die Stadt dann auch damit beginnen, die endgültigen Fahrbahnmarkierungen im Kreuzungsbereich Hindenburgplatz aufzubringen. Die Arbeiten sollen bis zum 9. November abgeschlossen sein, sofern es die Witterung zulässt. In dieser Zeit sei mit erheblichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr zu rechnen, heißt es aus dem Rathaus. Man könne während der Arbeiten zwar noch an den jeweils abgesperrten Bereichen vorbeifahren, wer könne, solle den Bereich jedoch meiden, rät Stadtsprecherin Jasmin Weprik.

An diesen Knotenpunkten soll die Verkehrsführung auch verändert werden

Wie berichtet, soll die Verkehrsführung an insgesamt vier Knotenpunkten in Hildesheim geändert werden, um Verkehr aus der Innenstadt rauszuhalten – konkret geht es neben dem Hindenburgplatz noch um die Knotenpunkte Schützenwiese/Dammstraße, Schützenallee/Kardinal-Bertram-Straße/Marie-Wagenknecht-Straße/Kaiserstraße und um die Ecke Hohnsen/Struckmannstraße.

An der Dammstraße werden die Änderungen laut Baudezernentin Andrea Döring erst nach Wiederfreigabe der Straße für den Verkehr wirksam. Sie erhofft sich von der veränderten Verkehrsführung an allen vier Knotenpunkten bis zu 30 Prozent weniger Durchgangsverkehr in der Innenstadt.

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